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Der Talgdrüsenfunktionstest misst die Aktivität der Talgdrüsen in der Haut. Er hilft, Erkrankungen wie Akne oder seborrhoische Dermatitis zu diagnostizieren.
Der Talgdrüsenfunktionstest misst die Aktivität der Talgdrüsen in der Haut. Er hilft, Erkrankungen wie Akne oder seborrhoische Dermatitis zu diagnostizieren.
Der Talgdrüsenfunktionstest ist ein diagnostisches Verfahren in der Dermatologie, mit dem die Funktion und Aktivität der Talgdrüsen (Glandulae sebaceae) in der Haut beurteilt wird. Talgdrüsen sind kleine Drüsen in der Haut, die eine fettige Substanz namens Sebum (Talg) produzieren. Talg schützt die Hautoberfläche, reguliert die Feuchtigkeit und wirkt antimikrobiell. Eine Über- oder Unterproduktion von Talg kann zu verschiedenen Hauterkrankungen führen.
Der Talgdrüsenfunktionstest wird in verschiedenen klinischen Situationen angewendet:
Es gibt verschiedene Methoden zur Messung der Talgdrüsenfunktion. Die wichtigsten sind:
Die Sebumetrie ist die am häufigsten eingesetzte Methode. Dabei wird ein spezielles Sebumeter-Gerät verwendet, das einen lichtdurchlässigen Kunststofffilm auf die Haut aufbringt. Das im Talg enthaltene Fett verändert die Lichtdurchlässigkeit des Films. Anhand der gemessenen Veränderung wird die Talgmenge in Mikrogramm pro Quadratzentimeter (µg/cm²) berechnet. Der Test ist nicht-invasiv, schmerzlos und liefert schnelle Ergebnisse.
Bei dieser Methode wird ein spezielles poröses Klebeband (Sebutape) für eine definierte Zeit auf die Haut aufgebracht. Die Poren des Bandes werden durch Talg gefüllt und erscheinen anschließend opak. Die Auswertung erfolgt durch Bildanalyse oder Durchlichttransmission. Diese Methode erlaubt auch eine Aussage über die Verteilung aktiver Talgdrüsenöffnungen (Follikelöffnungen).
Hierbei wird Talg von der Hautoberfläche mit einem Lösungsmittel oder einem saugfähigen Material abgenommen und anschließend gewogen. Diese Methode ist präzise, aber aufwendiger und wird vor allem in der Forschung eingesetzt.
Spezielle Geräte messen die Lichtreflexion der Haut, die durch den Fettgehalt beeinflusst wird. Diese Methode wird häufig in Kombination mit anderen Verfahren genutzt.
Für eine zuverlässige Messung sollten bestimmte Vorbereitungen eingehalten werden:
Die Ergebnisse werden in der Regel in Mikrogramm Talg pro Quadratzentimeter angegeben. Normwerte variieren je nach Alter, Geschlecht, Körperregion und verwendetem Messgerät. Generell gilt:
Der Talgdrüsenfunktionstest ist ein wertvolles Instrument in der dermatologischen Diagnostik und Forschung. Er ermöglicht eine objektive, reproduzierbare Beurteilung der Hautoberflächenlipide und unterstützt Dermatologen bei der Diagnosestellung und Therapieplanung. Besonders in der Verlaufskontrolle von Behandlungen, etwa mit Retinoiden oder Antiandrogenen, liefert der Test wichtige Informationen über den Therapieerfolg.
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