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Ein Talgdrüsenhemmstoff reduziert die Aktivität der Talgdrüsen und vermindert so die Talgproduktion der Haut. Er wird vor allem bei Akne und fettiger Haut eingesetzt.
Ein Talgdrüsenhemmstoff reduziert die Aktivität der Talgdrüsen und vermindert so die Talgproduktion der Haut. Er wird vor allem bei Akne und fettiger Haut eingesetzt.
Ein Talgdrüsenhemmstoff (auch Sebosstatikum genannt) ist ein Wirkstoff oder eine Substanz, die gezielt die Aktivität der Talgdrüsen (Glandulae sebaceae) in der Haut hemmt. Die Talgdrüsen produzieren Sebum (Hauttalg) – ein fettiges Sekret, das die Haut geschäft und vor Austrocknung schützt. Bei einer übermäßigen Talgproduktion (Überfunktion, sog. Seborrhö) kann es jedoch zu verstopften Poren, Mitessern und Akne kommen. Talgdrüsenhemmstoffe setzen gezielt an diesem Punkt an und regulieren die Talgproduktion nach unten.
Eine erhöhte Talgproduktion kann verschiedene Ursachen haben:
Talgdrüsenhemmstoffe greifen auf verschiedenen Ebenen in die Regulierung der Talgproduktion ein:
Retinoide (Vitamin-A-Derivate) wie Isotretinoin (systemisch) oder Tretinoin (topisch) gelten als die wirksamsten bekannten Talgdrüsenhemmstoffe. Sie binden an nukleäre Rezeptoren in den Talgdrüsenzellen (Sebozyten) und hemmen deren Differenzierung und Proliferation, was die Talgdrüsen dauerhaft verkleinert und die Sebum-Produktion drastisch reduziert.
Antiandrogene wie Spironolacton oder Cyproteronacetat blockieren die Androgen-Rezeptoren in den Talgdrüsenzellen und verhindern so den androgenvermittelten Wachstumsreiz. Sie werden vor allem bei Frauen mit hormonell bedingter Akne eingesetzt.
Neben systemisch wirkenden Substanzen gibt es auch topische Wirkstoffe, die direkt auf der Haut angewendet werden und lokal die Talgproduktion reduzieren:
Talgdrüsenhemmstoffe werden in folgenden Bereichen eingesetzt:
Die Dosierung und Anwendungsform hängt stark von der gewählten Substanz ab:
Je nach eingesetztem Wirkstoff können folgende Nebenwirkungen auftreten:
Bei mittelschwerem bis schwerem Akne-Befall, starker Seborrhöe oder wenn selbst angewendete rezeptfreie Produkte keine Besserung bringen, sollte ein Dermatologe aufgesucht werden. Nur Ärzte können verschreibungspflichtige Talgdrüsenhemmstoffe wie Isotretinoin verordnen und die notwendigen Laborkontrollen durchführen.
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