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Telomerlängenstabilisierungsmarker sind biologische Messparameter, die Aufschluss über die Stabilität und Länge der Telomere geben – schützende Endkappen der Chromosomen, die eng mit Zellalterung und Gesundheit verknüpft sind.
Telomerlängenstabilisierungsmarker sind biologische Messparameter, die Aufschluss über die Stabilität und Länge der Telomere geben – schützende Endkappen der Chromosomen, die eng mit Zellalterung und Gesundheit verknüpft sind.
Telomerlängenstabilisierungsmarker sind molekularbiologische und labordiagnostische Parameter, die Auskunft über die Länge, Integrität und Stabilität der Telomere geben. Telomere sind repetitive DNA-Sequenzen (TTAGGG-Wiederholungen) an den Enden der Chromosomen, die diese vor Abbau und Fusionen schützen. Mit jeder Zellteilung verkürzen sich Telomere natürlicherweise, bis die Zelle in einen Ruhezustand („Seneszenz“) tritt oder abstirbt. Die Messung dieser Marker ist ein zentrales Instrument der Alternsforschung und präventiven Medizin.
Telomere bestehen aus mehreren Kilobasenpaaren langer, nicht-kodierender DNA-Abschnitte, die von einem spezialisierten Proteinkomplex – dem sogenannten Shelterin-Komplex – geschützt werden. Das Enzym Telomerase (eine RNA-abhängige DNA-Polymerase) kann Telomere verlängern und ist in Stammzellen, Keimzellen und bestimmten Krebszellen aktiv. In den meisten somatischen Zellen ist die Telomeraseaktivität gering, was zur progressiven Telomerverkürzung führt.
Die relative Telomerlänge ist der am häufigsten verwendete Marker. Sie wird meist mittels quantitativer PCR (qPCR) aus Leukozyten-DNA gemessen und als Verhältnis von Telomer-DNA zu einer Einzel-Kopie-Referenz-DNA angegeben. Eine verkürzte RTL gilt als Biomarker für biologisches Altern und ist mit erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, neurodegenerative Erkrankungen und bestimmte Krebsarten assoziiert.
Der Telomeric Repeat Amplification Protocol (TRAP)-Assay misst die Fähigkeit der Telomerase, Telomere zu verlängern. Erhöhte Telomeraseaktivität ist ein Kennzeichen vieler Tumorzellen (ca. 85–90 % aller Malignome) und daher ein wichtiger diagnostischer Marker in der Onkologie.
hTERT (human Telomerase Reverse Transcriptase) ist die katalytische Untereinheit der humanen Telomerase. Ihre Expression wird per RT-PCR oder Immunhistochemie bestimmt und dient als indirekter Marker für Telomerstabilisierung und Zellproliferation.
Proteine des Shelterin-Komplexes wie TRF1, TRF2, POT1, TPP1, TIN2 und RAP1 sind essenzielle Regulatoren der Telomerstabilität. Veränderungen ihrer Expression oder Funktion gelten als Marker für Telomerdysfunktion.
TIFs sind spezifische DNA-Schadensantwort-Signale an Telomerlokalisationen. Ihre Quantifizierung mittels Immunfluoreszenzmikroskopie ermöglicht die direkte Visualisierung von Telomerstress und Seneszenz.
Telomerlängenstabilisierungsmarker werden in verschiedenen medizinischen und wissenschaftlichen Bereichen eingesetzt:
Zahlreiche endogene und exogene Faktoren beeinflussen die Telomerlänge und deren Stabilisierung:
Für die Bestimmung von Telomerlängenstabilisierungsmarkern stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung:
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