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Testosteron ist das wichtigste männliche Sexualhormon und spielt eine zentrale Rolle in der Entwicklung, Muskelkraft, Knochendichte und dem allgemeinen Wohlbefinden – bei Männern und Frauen.
Testosteron ist das wichtigste männliche Sexualhormon und spielt eine zentrale Rolle in der Entwicklung, Muskelkraft, Knochendichte und dem allgemeinen Wohlbefinden – bei Männern und Frauen.
Testosteron ist ein Steroidhormon aus der Gruppe der Androgene und gilt als das wichtigste männliche Sexualhormon. Es wird hauptsächlich in den Hoden des Mannes produziert, in geringeren Mengen aber auch in den Eierstöcken der Frau sowie in der Nebennierenrinde beider Geschlechter. Testosteron beeinflusst eine Vielzahl körperlicher und psychischer Funktionen und ist für die Gesundheit beider Geschlechter unverzichtbar.
Testosteron übernimmt im Körper zahlreiche wichtige Aufgaben:
Der Testosteronspiegel wird durch eine einfache Blutuntersuchung bestimmt, idealerweise am frühen Morgen, da der Hormonspiegel im Tagesverlauf schwankt. Die Normwerte variieren je nach Alter und Geschlecht:
Mit zunehmendem Alter, insbesondere ab dem 30. Lebensjahr, sinkt der Testosteronspiegel beim Mann jährlich um etwa 1–2 % – ein Prozess, der als Andropause oder Late-Onset-Hypogonadismus bezeichnet wird.
Ein zu niedriger Testosteronspiegel wird als Hypogonadismus bezeichnet. Man unterscheidet zwischen:
Ein zu hoher Testosteronspiegel (Hyperandrogenismus) ist seltener, kann aber ebenfalls gesundheitliche Probleme verursachen. Bei Frauen äußert er sich häufig durch Akne, vermehrte Körperbehaarung (Hirsutismus), Zyklusstörungen und Unfruchtbarkeit – oft im Rahmen eines polyzystischen Ovarsyndroms (PCOS). Bei Männern kann ein dauerhaft erhöhter Spiegel, etwa durch die Einnahme anaboler Steroide, zu Herzproblemen, Leberschäden und Unfruchtbarkeit führen.
Die Diagnose erfolgt durch eine Blutuntersuchung des Gesamt-Testosterons sowie gegebenenfalls des freien Testosterons (biologisch aktiver Anteil). Ergänzend können LH (Luteinisierendes Hormon), FSH (Follikelstimulierendes Hormon), SHBG (Sexualhormon-bindendes Globulin) und Prolaktin bestimmt werden, um die Ursache eines Ungleichgewichts einzugrenzen.
Bei klinisch gesichertem Hypogonadismus kann eine Testosteronersatztherapie (TRT) eingesetzt werden. Diese ist in verschiedenen Formen erhältlich:
Die Therapie sollte stets ärztlich begleitet und regelmäßig kontrolliert werden. Mögliche Risiken sind unter anderem eine Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit, Erhöhung des Hämatokrits (Verdickung des Blutes) sowie kardiovaskuläre Effekte.
Auch ohne medikamentöse Therapie lässt sich der Testosteronspiegel durch folgende Maßnahmen positiv beeinflussen:
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