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Der Testosteronbiosyntheseweg beschreibt die biochemischen Schritte, über die der Körper Testosteron aus Cholesterin herstellt. Er findet hauptsächlich in den Hoden, Eierstöcken und der Nebennierenrinde statt.
Der Testosteronbiosyntheseweg beschreibt die biochemischen Schritte, über die der Körper Testosteron aus Cholesterin herstellt. Er findet hauptsächlich in den Hoden, Eierstöcken und der Nebennierenrinde statt.
Der Testosteronbiosyntheseweg ist eine Abfolge enzymatischer Reaktionen, durch die der menschliche Körper das Steroidhormon Testosteron aus dem Ausgangsstoff Cholesterin synthetisiert. Testosteron gehört zur Gruppe der Androgene und spielt eine zentrale Rolle bei der Entwicklung männlicher Geschlechtsmerkmale, der Muskel- und Knochenmasse, der Libido sowie der Spermienproduktion. Auch im weiblichen Körper wird Testosteron in geringen Mengen produziert und ist für verschiedene physiologische Funktionen bedeutsam.
Die Testosteronbiosynthese erfolgt hauptsächlich in folgenden Geweben:
Die Testosteronproduktion wird durch die Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse gesteuert. Der Hypothalamus schüttet das Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH) aus, das die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) zur Freisetzung von LH (Luteinisierendes Hormon) und FSH (Follikelstimulierendes Hormon) anregt. LH stimuliert direkt die Leydig-Zellen zur Testosteronsynthese. Über einen negativen Rückkopplungsmechanismus hemmt erhöhtes Testosteron wiederum die GnRH- und LH-Ausschüttung.
Der Biosyntheseweg verläuft in mehreren enzymatischen Schritten:
Cholesterin wird durch das Enzym CYP11A1 (auch als Cholesterin-Seitenketten-Spaltungsenzym oder P450scc bekannt) in Pregnenolon umgewandelt. Dieser Schritt findet in den Mitochondrien statt und stellt den geschwindigkeitsbestimmenden Schritt der gesamten Steroidbiosynthese dar. Der Transport von Cholesterin in die innere Mitochondrienmembran wird durch das StAR-Protein (Steroidogenic Acute Regulatory Protein) reguliert.
Pregnenolon kann auf zwei Wegen weiterverarbeitet werden:
Sowohl Progesteron als auch DHEA werden über weitere enzymatische Schritte zu Androstendion umgewandelt, einem direkten Vorläufer von Testosteron. Dabei wirken erneut 3beta-HSD und CYP17A1 mit.
Androstendion wird durch das Enzym 17beta-Hydroxysteroid-Dehydrogenase (17beta-HSD), insbesondere den Typ 3, zu Testosteron reduziert. Dies ist der letzte Schritt der eigentlichen Testosteronsynthese.
Testosteron kann anschließend durch weitere Enzyme modifiziert werden:
Störungen im Testosteronbiosyntheseweg können zu verschiedenen Erkrankungen führen:
Pharmakologisch wird der Testosteronbiosyntheseweg gezielt beeinflusst, beispielsweise durch Abirateron (CYP17A1-Inhibitor) in der Behandlung des Prostatakarzinoms oder durch 5alpha-Reduktase-Inhibitoren wie Finasterid bei der gutartigen Prostatavergrößerung.
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