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Testosteronmangel bezeichnet einen zu niedrigen Testosteronspiegel im Blut. Er kann Männer und Frauen betreffen und verschiedene körperliche sowie psychische Beschwerden verursachen.
Testosteronmangel bezeichnet einen zu niedrigen Testosteronspiegel im Blut. Er kann Männer und Frauen betreffen und verschiedene körperliche sowie psychische Beschwerden verursachen.
Testosteronmangel, medizinisch auch als Hypogonadismus oder Testosterondefizienz bezeichnet, beschreibt einen Zustand, bei dem der Körper nicht ausreichend Testosteron produziert. Testosteron ist ein lebenswichtiges Sexualhormon, das in den Hoden (beim Mann) und in geringerer Menge in den Eierstöcken sowie der Nebennierenrinde (bei der Frau) gebildet wird. Es spielt eine zentrale Rolle für Muskelaufbau, Knochendichte, Libido, Stimmung und viele weitere Körperfunktionen.
Ein Testosteronmangel kann viele Ursachen haben. Man unterscheidet zwischen primärem und sekundärem Hypogonadismus:
Beim primären Hypogonadismus liegt das Problem in den Hoden selbst. Die Hoden produzieren trotz ausreichender Hormonsignale aus dem Gehirn zu wenig Testosteron.
Beim sekundären Hypogonadismus liegt das Problem im Gehirn (Hypothalamus oder Hirnanhangdrüse / Hypophyse), das nicht genug Steuerhormone ausschüttet.
Die Beschwerden bei Testosteronmangel sind vielfältig und können je nach Alter und Schweregrad des Mangels unterschiedlich ausgeprägt sein:
Die Diagnose eines Testosteronmangels erfolgt durch eine Kombination aus Blutuntersuchung und der Beurteilung der klinischen Symptome:
Ein Testosteronmangel gilt als bestätigt, wenn der Gesamttestosteron-Wert unter 12 nmol/l (350 ng/dl) liegt und entsprechende Symptome vorhanden sind. Die Diagnose sollte stets von einem Arzt gestellt werden.
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und dem Schweregrad des Mangels:
Bei milder Form oder als ergänzende Maßnahme empfehlen sich:
Bei klinisch bestätigtem Testosteronmangel kann eine Testosteron-Ersatztherapie (kurz: TRT) in Betracht gezogen werden. Sie ist in verschiedenen Darreichungsformen verfügbar:
Die TRT sollte nur unter ärztlicher Aufsicht und nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durchgeführt werden. Mögliche Risiken umfassen erhöhte Blutvisiskosität, Beeinträchtigung der Spermienproduktion und kardiovaskuläre Auswirkungen.
Wenn eine spezifische Ursache vorliegt (z. B. Hypophysentumor, Medikamentennebenwirkung), wird diese vorrangig behandelt.
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