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Tetracosapentaensäure ist eine langkettige mehrfach ungesättigte Fettsäure, die eine wichtige Rolle im Fettsäuremetabolismus des menschlichen Körpers spielt.
Tetracosapentaensäure ist eine langkettige mehrfach ungesättigte Fettsäure, die eine wichtige Rolle im Fettsäuremetabolismus des menschlichen Körpers spielt.
Tetracosapentaensäure (abgekürzt C24:5) ist eine langkettige mehrfach ungesättigte Fettsäure mit 24 Kohlenstoffatomen und fünf Doppelbindungen. Sie gehört zur Gruppe der Omega-6-Fettsäuren (genauer: C24:5n-6) oder kann auch als Omega-3-Variante (C24:5n-3) vorkommen. Im menschlichen Stoffwechsel tritt sie vor allem als Zwischenstufe in der Biosynthese längerkettiger Fettsäuren auf, wie etwa der Docosahexaensäure (DHA).
Tetracosapentaensäure nimmt eine zentrale Stellung im Fettsäure-Elongations- und Desaturierungsweg ein. Im menschlichen Körper wird sie aus Eicosapentaensäure (EPA) oder Arachidonsäure durch schrittweise Elongation synthetisiert. Anschließend wird sie durch das Enzym Delta-6-Desaturase zu Tetracosahexaensäure (C24:6n-3, auch als Nisinic acid bekannt) umgewandelt. Diese wird dann in den Peroxisomen durch Beta-Oxidation zu DHA abgebaut – einem essenziellen Baustein für das Gehirn und die Netzhaut des Auges.
Da Tetracosapentaensäure eine Vorstufe von DHA ist, hat sie indirekt große Bedeutung für die Gehirnentwicklung, die Funktion der Netzhaut sowie für entzündungsregulierende Prozesse im Körper. DHA, das Endprodukt dieses Stoffwechselwegs, ist für die Struktur und Funktion neuronaler Membranen unentbehrlich.
Besonders in der pränatalen und frühkindlichen Entwicklung spielt die ausreichende Versorgung mit DHA-Vorläufern, zu denen Tetracosapentaensäure gehört, eine bedeutende Rolle. Eine gestörte Aktivität der Delta-6-Desaturase – etwa bei genetischen Varianten oder bestimmten Nährstoffmängeln – kann die Umwandlung von Tetracosapentaensäure hemmen und so die DHA-Versorgung beeinträchtigen.
Tetracosapentaensäure kommt in freier Form kaum in Lebensmitteln vor. Sie wird hauptsächlich endogen, also im Körper selbst, aus anderen Fettsäuren synthetisiert. Als Ausgangssubstanzen dienen vor allem:
Die Effizienz dieser endogenen Synthese ist beim Menschen begrenzt und hängt von der Verfügbarkeit relevanter Enzyme und Kofaktoren ab.
In der Forschung wird Tetracosapentaensäure hauptsächlich im Kontext von Fettsäurestoffwechselstörungen sowie neurologischen und kardiovaskulären Erkrankungen untersucht. Studien zeigen, dass Veränderungen im Elongations- und Desaturierungsweg, an dem C24:5 beteiligt ist, mit einem erhöhten Risiko für kognitive Einschränkungen, Herzerkrankungen und Stoffwechselstörungen assoziiert sein können. Die direkte therapeutische Nutzung von Tetracosapentaensäure ist derzeit Gegenstand der Grundlagenforschung.
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