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Thromboembolie bezeichnet die Verstopfung eines Blutgefäßes durch ein losgelöstes Blutgerinnsel (Thrombus). Sie kann lebensbedrohlich sein und erfordert rasche Behandlung.
Thromboembolie bezeichnet die Verstopfung eines Blutgefäßes durch ein losgelöstes Blutgerinnsel (Thrombus). Sie kann lebensbedrohlich sein und erfordert rasche Behandlung.
Eine Thromboembolie entsteht, wenn sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) in einem Blutgefäß bildet und sich anschließend ganz oder teilweise ablöst. Dieses losgelöste Gerinnsel – nun als Embolus bezeichnet – wird mit dem Blutstrom transportiert und kann weiter entfernte Gefäße verstopfen. Je nach betroffenem Gefäß kann dies zu ernsthaften Organschäden oder sogar zum Tod führen. Die häufigsten Formen sind die tiefe Venenthrombose (TVT) und die Lungenembolie.
Die Entstehung einer Thromboembolie wird durch die sogenannte Virchow-Trias beschrieben, die drei Hauptfaktoren umfasst:
Weitere Risikofaktoren sind Übergewicht, Rauchen, höheres Lebensalter sowie vorausgegangene Thrombosen.
Arterielle Thromboembolien können einen Schlaganfall (bei Verlegung von Hirnarterien) oder einen Herzinfarkt (bei Verlegung von Herzkranzgefäßen) verursachen.
Die Diagnostik richtet sich nach dem klinischen Verdacht und dem betroffenen Gefäßgebiet:
Die Behandlung der Thromboembolie basiert in erster Linie auf der Antikoagulation, also der medikamentösen Hemmung der Blutgerinnung. Ziel ist es, das Wachstum des Gerinnsels zu stoppen und neuen Gerinnseln vorzubeugen. Eingesetzte Medikamente sind unter anderem:
Bei lebensbedrohlichen Verläufen – insbesondere bei schwerer Lungenembolie – kann eine Thrombolyse (medikamentöse Auflösung des Gerinnsels) durchgeführt werden. Hierfür werden Medikamente wie Alteplase eingesetzt.
In bestimmten Fällen kommen chirurgische Eingriffe oder minimal-invasive Katheterverfahren zum Einsatz, um das Gerinnsel mechanisch zu entfernen (Thrombektomie).
Zur Vorbeugung von Thromboembolien werden je nach Risikoprofil Kompressionsstrümpfe, Frühmobilisierung nach Operationen sowie prophylaktische Antikoagulation eingesetzt.
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