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Das Tibiakanten-Syndrom ist ein schmerzhaftes Belastungssyndrom der Unterschenkelinnenseite, häufig bei Läufern und Sportlern. Erfahren Sie mehr über Ursachen, Symptome und Behandlung.
Das Tibiakanten-Syndrom ist ein schmerzhaftes Belastungssyndrom der Unterschenkelinnenseite, häufig bei Läufern und Sportlern. Erfahren Sie mehr über Ursachen, Symptome und Behandlung.
Das Tibiakanten-Syndrom (englisch: Medial Tibial Stress Syndrome, MTSS) ist ein weit verbreitetes Überlastungssyndrom des Unterschenkels. Es äußert sich durch Schmerzen entlang der Innenkante des Schienbeins (Tibia) und tritt vor allem bei Läufern, Soldaten und Sportlern auf, die intensive oder wiederkehrende Belastungen ausführen. Umgangssprachlich wird es auch als Schienbeinkantensyndrom bezeichnet.
Die genauen Ursachen des Tibiakanten-Syndroms sind multifaktoriell. Folgende Faktoren begünstigen die Entstehung:
Das Leitsymptom des Tibiakanten-Syndroms ist ein diffuser, ziehender oder brennender Schmerz entlang der Schienbeinkante, typischerweise an der Innenseite des Unterschenkels. Weitere charakteristische Beschwerden sind:
Die Diagnose wird in erster Linie klinisch gestellt, also durch eine gründliche Anamnese und körperliche Untersuchung. Der Arzt tastet die Tibiakante ab und bewertet den Druckschmerz. Weiterführende Untersuchungen dienen dem Ausschluss von Differenzialdiagnosen:
Wichtige Differenzialdiagnosen, die abgegrenzt werden müssen, sind das Kompartmentsyndrom sowie Tibiaschaftfrakturen (Ermüdungsfrakturen).
Die Behandlung des Tibiakanten-Syndroms ist in den meisten Fällen konservativ und erfordert vor allem eine Trainingsreduktion oder -pause. Die wichtigsten Maßnahmen umfassen:
Der Wiedereinstieg in das Training sollte schrittweise erfolgen und sich am Beschwerdeverlauf orientieren. Ein strukturierter Return-to-Run-Plan mit allmählicher Steigerung von Umfang und Intensität hilft, Rückfälle zu vermeiden. In der Regel kann bei konsequenter Therapie nach 4–8 Wochen mit der sportlichen Aktivität wieder begonnen werden.
Operative Eingriffe sind beim Tibiakanten-Syndrom sehr selten indiziert und kommen nur bei therapieresistenten Verläufen in Betracht. Eine Fasziotomie (Spaltung der Unterschenkelfaszie) kann in Ausnahmefällen erwogen werden.
Einer Entstehung des Tibiakanten-Syndroms lässt sich durch folgende Maßnahmen vorbeugen:
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