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Die TightRope-Fixation ist ein minimalinvasives Operationsverfahren zur Stabilisierung des Schulter- oder Sprunggelenks mithilfe eines speziellen Fadensystems.
Die TightRope-Fixation ist ein minimalinvasives Operationsverfahren zur Stabilisierung des Schulter- oder Sprunggelenks mithilfe eines speziellen Fadensystems.
Die TightRope-Fixation ist ein modernes, minimalinvasives chirurgisches Verfahren, das häufig zur Stabilisierung von Gelenken eingesetzt wird. Besonders verbreitet ist es bei der Behandlung von Verletzungen des Schultereckgelenks (Akromioklavikulargelenk, AC-Gelenk) sowie bei Verletzungen der distalen Tibiofibularsyndesmose am Sprunggelenk. Das Verfahren wurde ursprünglich von Arthrex entwickelt und hat sich aufgrund seiner geringen Invasivität und guten klinischen Ergebnisse weitgehend etabliert.
Das TightRope-System besteht aus einem hochfesten, geflochtenen Fadenimplantat, das durch kleine Knochenkanäle geführt und an beiden Enden mit metallischen Knöpfchen (Buttons) gesichert wird. Diese Knöpfchen liegen auf der Knochenoberfläche auf und halten das System unter Spannung. Auf diese Weise werden die beteiligten Knochen in ihrer anatomisch korrekten Position zueinander gehalten, ohne dass ein starres Metallimplantat benötigt wird.
Im Gegensatz zu klassischen Plattenosteosynthesen erlaubt das TightRope-System eine gewisse physiologische Mikrobeweglichkeit, was die natürliche Gelenkfunktion besser nachahmt und das Risiko von Implantatversagen durch Überlastung reduziert.
Bei höhergradigen Schultereckgelenkverletzungen (Tossy Grad III bis V) wird die TightRope-Fixation eingesetzt, um das Schulterblatt (Klavikula) wieder in seine korrekte Position zum Schulterblattfortsatz (Akromion) zu bringen. Oft werden zwei TightRope-Implantate gleichzeitig verwendet, um eine optimale Stabilität zu gewährleisten.
Bei Syndesmosenverletzungen am oberen Sprunggelenk, die häufig im Rahmen von Weber-C-Frakturen oder isolierten Bandverletzungen auftreten, ermöglicht die TightRope-Fixation eine stabile, gleichzeitig aber dynamische Rekonstruktion der Syndesmose. Im Vergleich zur herkömmlichen Stellschraube (Positionsschraube) entfällt die Notwendigkeit einer Implantatentfernung in vielen Fällen.
Der Eingriff erfolgt in der Regel in Allgemein- oder Regionalästhesie. Über kleine Hautschnitte werden die betroffenen Knochenstrukturen dargestellt. Anschließend wird ein Bohrkanal durch die relevanten Knochen gesetzt. Der TightRope-Faden wird durch diesen Kanal geführt und die Knöpfchen werden auf beiden Seiten positioniert und gesichert. Die Reposition des Gelenks wird unter Bildwandlerkontrolle überprüft. Der Eingriff dauert je nach Indikation und Begleitverletzungen typischerweise zwischen 30 und 90 Minuten.
Nach der Operation wird das betroffene Gelenk in der Regel für einige Wochen in einer Orthese oder Schlinge ruhiggestellt. Die physiotherapeutische Nachbehandlung beginnt je nach Heilungsverlauf nach wenigen Tagen bis Wochen. Folgende Phasen sind typisch:
Zahlreiche klinische Studien belegen die Wirksamkeit der TightRope-Fixation. Insbesondere beim AC-Gelenk zeigen Vergleichsstudien ähnliche oder bessere Ergebnisse im Vergleich zu herkömmlichen Hakenplatten. Beim Sprunggelenk konnte gezeigt werden, dass die dynamische Fixation mit dem TightRope-System eine schnellere funktionelle Erholung ermöglicht als die statische Stellschraube. Das Verfahren gilt inzwischen als Standardmethode in vielen orthopädisch-unfallchirurgischen Abteilungen.
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