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Eine Totalprothese ersetzt ein gesamtes Gelenk durch ein künstliches Implantat. Sie wird bei schwerem Gelenkverschleiß oder Arthrose eingesetzt, um Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit wiederherzustellen.
Eine Totalprothese ersetzt ein gesamtes Gelenk durch ein künstliches Implantat. Sie wird bei schwerem Gelenkverschleiß oder Arthrose eingesetzt, um Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit wiederherzustellen.
Eine Totalprothese – auch Totalendoprothese (TEP) genannt – ist ein chirurgisches Implantat, das ein vollständig geschädigtes oder verschlissenes Gelenk ersetzt. Im Gegensatz zu einer Teilprothese, die nur einen Teil des Gelenks ersetzt, übernimmt die Totalprothese die vollständige Funktion des natürlichen Gelenks. Am häufigsten werden Totalprothesen im Knie- und Hüftgelenk eingesetzt, seltener auch an Schulter, Ellenbogen oder Sprunggelenk.
Eine Totalprothese wird in der Regel dann empfohlen, wenn konservative Behandlungsmethoden wie Physiotherapie, Schmerzmittel oder Injektionen nicht mehr ausreichend wirken. Die häufigsten Gründe für eine Totalprothese sind:
Die Hüft-Totalendoprothese (Hüft-TEP) gehört zu den am häufigsten durchgeführten orthopädischen Eingriffen weltweit. Sie besteht aus einer Hüftpfanne (Acetabulum-Komponente), einem Kugelkopf und einem Schaft, der im Oberschenkelknochen verankert wird. Die Materialien umfassen Metall, Keramik oder hochvernetztes Polyethylen.
Die Knie-Totalendoprothese (Knie-TEP) ersetzt die Gelenkflächen des Kniegelenks. Sie besteht aus einer Femurkomponente (Oberschenkel), einer Tibiakomponente (Unterschenkel) und einer Polyethylenschicht dazwischen, die als Gleitfläche dient. Ggf. wird auch die Rückseite der Kniescheibe ersetzt.
Die Schulter-TEP wird bei schwerem Verschleiß oder Zerstörung des Schultergelenks eingesetzt. Eine Sonderform ist die inverse Schulterprothese, die bei zusätzlichen Rotatorenmanschettenschmäden eingesetzt wird.
Die Implantation einer Totalprothese erfolgt in Vollnarkose oder Spinalanaesthesie. Der Chirurg entfernt die geschädigten Gelenkflächen und verankert die künstlichen Komponenten im Knochen – entweder mit Knochenzement (zementierte Prothese) oder ohne Zement, wobei der Knochen direkt in die rau strukturierte Prothese einwächst (zementfreie Prothese). Auch Kombinationen beider Methoden sind möglich (Hybridverankerung). Der Eingriff dauert je nach Gelenk zwischen einer und drei Stunden.
Die Rehabilitation nach einer Totalprothese ist entscheidend für den Behandlungserfolg. Bereits am ersten Tag nach der Operation wird in der Regel mit physiotherapeutischen Übungen begonnen. Die vollständige Erholung kann mehrere Monate in Anspruch nehmen. Wichtige Bestandteile der Nachbehandlung sind:
Wie bei jedem operativen Eingriff bestehen auch bei der Implantation einer Totalprothese gewisse Risiken, darunter:
Moderne Totalprothesen haben eine durchschnittliche Lebensdauer von 15 bis 25 Jahren. Mit zunehmendem Alter des Implantats oder bei Komplikationen kann eine Wechseloperation (Revisionsoperation) notwendig werden, bei der die alte Prothese durch eine neue ersetzt wird. Diese Eingriffe sind technisch anspruchsvoller als die Erstimplantation.
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