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Transplantation bezeichnet die Übertragung von Organen, Geweben oder Zellen von einem Spender auf einen Empfänger. Sie dient der Behandlung schwerer Erkrankungen bei Organversagen.
Transplantation bezeichnet die Übertragung von Organen, Geweben oder Zellen von einem Spender auf einen Empfänger. Sie dient der Behandlung schwerer Erkrankungen bei Organversagen.
Eine Transplantation ist ein medizinischer Eingriff, bei dem Organe, Gewebe oder Zellen von einer Person (dem Spender) auf eine andere Person (den Empfänger) übertragen werden. Ziel ist es, ein erkranktes oder nicht mehr funktionsfähiges Organ zu ersetzen und dem Empfänger eine verbesserte Lebensqualität oder sogar das Überleben zu ermöglichen. Transplantationen gehören zu den komplexesten und bedeutendsten Eingriffen der modernen Medizin.
Es gibt verschiedene Arten von Transplantationen, die sich nach der Herkunft des Spendermaterials unterscheiden:
Zu den am häufigsten transplantierten Organen zählen:
Eine Transplantation wird in der Regel dann in Betracht gezogen, wenn alle anderen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind und ein Organ so stark geschädigt ist, dass es seine lebenswichtigen Funktionen nicht mehr erfüllen kann. Häufige Grunderkrankungen, die zu einer Transplantation führen, sind:
Bevor ein Patient ein Spenderorgan erhält, wird er nach umfangreicher medizinischer Untersuchung auf eine Warteliste aufgenommen. In Deutschland koordiniert die gemeinnützige Organisation Eurotransplant die Zuteilung von Spenderorganen nach medizinischen Kriterien wie Dringlichkeit, Blutgruppe und Gewebeverträglichkeit.
Organe können sowohl von lebenden Spendern (z. B. Niere, Teil der Leber) als auch von postmortalen Spendern (nach dem Tod) entnommen werden. Die Entnahme und der Transport des Organs müssen unter strengen medizinischen Bedingungen und möglichst schnell erfolgen, um die Organfunktion zu erhalten.
Die Transplantationsoperation selbst ist ein hochspezialisierter chirurgischer Eingriff, der je nach transplantiertem Organ mehrere Stunden dauern kann. Das erkrankte Organ wird dabei entweder entfernt und durch das Spenderorgan ersetzt oder das Spenderorgan wird zusätzlich eingesetzt.
Eine der größten Herausforderungen bei der Transplantation ist die Abstoßungsreaktion. Das Immunsystem des Empfängers erkennt das fremde Organ als körperfremd und versucht, es zu bekämpfen. Um dies zu verhindern, müssen Transplantatempfänger in der Regel lebenslang Immunsuppressiva einnehmen. Diese Medikamente unterdrücken das Immunsystem und reduzieren das Risiko einer Abstoßung, erhöhen jedoch gleichzeitig die Anfälligkeit für Infektionen und bestimmte Krebserkrankungen.
Man unterscheidet zwischen:
Nach einer Transplantation ist eine engmaschige medizinische Nachsorge unerlässlich. Dazu gehören regelmäßige Blutuntersuchungen zur Kontrolle der Organfunktion und der Medikamentenspiegel, Infektionsprophylaxe sowie eine gesunde Lebensweise. Die Lebenserwartung und Lebensqualität von Transplantatempfängern haben sich dank moderner Immunsuppressiva und verbesserter chirurgischer Techniken in den letzten Jahrzehnten erheblich verbessert.
In Deutschland regelt das Transplantationsgesetz (TPG) die Voraussetzungen für Organspenden und -transplantationen. Seit 2022 gilt in Deutschland die Widerspruchsregelung: Personen, die der Organspende nicht aktiv widersprochen haben, gelten im Todesfall als potenzielle Spender. Die ethischen Debatten rund um Transplantationen betreffen unter anderem die gerechte Verteilung von Spenderorganen, die Definition des Hirntods und den Umgang mit lebenden Spendern.
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