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Die transtracheale Aspiration ist ein diagnostisches Verfahren zur Gewinnung von Sekret aus den unteren Atemwegen durch die Luftröhre – für die mikrobiologische Analyse bei Lungeninfektionen.
Die transtracheale Aspiration ist ein diagnostisches Verfahren zur Gewinnung von Sekret aus den unteren Atemwegen durch die Luftröhre – für die mikrobiologische Analyse bei Lungeninfektionen.
Die transtracheale Aspiration ist ein invasives diagnostisches Verfahren, bei dem Sekret direkt aus der Trachea (Luftröhre) und den unteren Atemwegen gewonnen wird. Ziel ist es, unverunreinigtes Probenmaterial für die mikrobiologische und zytologische Untersuchung zu erhalten – insbesondere bei Verdacht auf bakterielle Pneumonien oder andere Infektionen der tiefen Atemwege. Da der obere Rachenraum bei der Probengewinnung umgangen wird, liefert das Verfahren aussagekräftigere Ergebnisse als ein einfacher Rachenabstrich oder Auswurf.
Die transtracheale Aspiration wird eingesetzt, wenn andere, weniger invasive Methoden keine ausreichende diagnostische Sicherheit bieten. Typische Anwendungsgebiete sind:
Das Verfahren wird unter sterilen Bedingungen und nach lokaler Betäubung der Haut durchgeführt. Der behandelnde Arzt punktiert die Membrana cricothyroidea (das Ringknorpel-Schildknorpel-Band) oder die Trachea direkt mit einer Hohlnadel. Durch diese Nadel wird ein dünner Katheter in die Trachea vorgeschoben. Anschließend wird mit einer Spritze Sekret aus den Atemwegen aspiriert. Bei Bedarf kann zuvor eine kleine Menge sterile Kochsalzlösung instilliert werden, um die Sekretgewinnung zu erleichtern. Die gewonnene Probe wird sofort in ein mikrobiologisches Labor zur Auswertung gesandt.
Da die Probe direkt aus den unteren Atemwegen entnommen wird und nicht durch den kolonisierten Rachen-Nasen-Raum kontaminiert ist, hat die transtracheale Aspiration eine hohe diagnostische Spezifität. Sie ermöglicht die Anzucht und Identifikation von Erregern, die bei einer konventionellen Sputumkultur durch Keime der Mundflora überlagert oder verfälscht werden. Besonders wertvoll ist das Verfahren beim Nachweis von Anaerobiern, die im Auswurf häufig nicht sicher detektiert werden können.
Als invasives Verfahren ist die transtracheale Aspiration nicht ohne Risiken. Mögliche Komplikationen umfassen:
Wegen dieser Risiken wird das Verfahren heute seltener eingesetzt und durch modernere Methoden wie die bronchoalveoläre Lavage oder die geschützte Bürstenbiopsie im Rahmen einer Bronchoskopie ergänzt oder ersetzt.
Das Verfahren sollte nicht angewendet werden bei:
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