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Triglyzeridsenker sind Medikamente oder Substanzen, die erhöhte Triglyzeridwerte im Blut senken und so das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren.
Triglyzeridsenker sind Medikamente oder Substanzen, die erhöhte Triglyzeridwerte im Blut senken und so das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren.
Triglyzeridsenker sind Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel oder natürliche Substanzen, die dazu eingesetzt werden, erhöhte Triglyzeridwerte (auch Neutralfette genannt) im Blut zu senken. Triglyzeride sind eine Form von Blutfetten, die als wichtige Energiequelle dienen, bei dauerhaft erhöhten Werten jedoch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bauchspeicheldrüsenentzündungen und Stoffwechselerkrankungen erhöhen. Ein erhöhter Triglyzeridwert wird als Hypertriglyzeridämie bezeichnet und liegt bei Werten über 150 mg/dl (1,7 mmol/l) vor.
Bevor Triglyzeridsenker eingesetzt werden, ist es wichtig, die Ursachen erhöhter Triglyzeridwerte zu kennen:
Fibrate (z. B. Fenofibrat, Bezafibrat, Gemfibrozil) sind die wirksamsten medikamentösen Triglyzeridsenker. Sie aktivieren den sogenannten PPAR-alpha-Rezeptor in der Leber, was zu einer verstärkten Fettverbrennung und einer verminderten Produktion von Triglyzeriden führt. Fibrate können Triglyzeridwerte um 30 bis 50 Prozent senken.
Hoch dosierte Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA), sowohl in verschreibungspflichtiger Form als auch als Nahrungsergänzungsmittel, reduzieren die Produktion von Triglyzerid-reichen Lipoproteinen in der Leber. Sie sind besonders bei stark erhöhten Triglyzeridwerten wirksam und können diese um bis zu 45 Prozent senken.
Nikotinsäure (Niacin) hemmt die Freisetzung von freien Fettsäuren aus dem Fettgewebe und reduziert so die Triglyzeridproduktion in der Leber. Aufgrund von Nebenwirkungen wie Hautrötungen (Flushing) wird es heute seltener eingesetzt.
Statine (z. B. Atorvastatin, Rosuvastatin) sind primär für die Senkung des LDL-Cholesterins bekannt, können aber je nach Wirkstoff und Dosis auch mäßig triglyzeridsenkend wirken.
Neben Medikamenten spielen Lebensstiländerungen eine entscheidende Rolle:
Triglyzeridsenker wirken auf unterschiedlichen Wegen. Fibrate aktivieren nukleäre Rezeptoren (PPAR-alpha), die Gene regulieren, welche am Fettstoffwechsel beteiligt sind. Omega-3-Fettsäuren hemmen die hepatische Lipogenese (Fettproduktion in der Leber) und fördern den Abbau von Triglyzeriden durch das Enzym Lipoproteinlipase. Nikotinsäure wirkt über G-Protein-gekoppelte Rezeptoren und reduziert die Mobilisierung von freien Fettsäuren.
Die Auswahl des geeigneten Triglyzeridsenkers hängt von der Höhe der Triglyzeridwerte, Begleiterkrankungen und individuellen Risikofaktoren ab. Leichte bis moderate Erhöhungen werden häufig zunächst durch Lebensstiländerungen behandelt. Bei Werten über 500 mg/dl besteht ein erhöhtes Risiko für eine akute Pankreatitis, weshalb in solchen Fällen eine medikamentöse Therapie dringend empfohlen wird. Die Dosierung erfolgt stets nach ärztlicher Verordnung.
Je nach Wirkstoffklasse können folgende Nebenwirkungen auftreten:
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