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Die trimalleoläre Frakturversorgung bezeichnet die operative Behandlung eines Dreiknöchelbruchs am Sprunggelenk. Alle drei Knöchel werden chirurgisch stabilisiert.
Die trimalleoläre Frakturversorgung bezeichnet die operative Behandlung eines Dreiknöchelbruchs am Sprunggelenk. Alle drei Knöchel werden chirurgisch stabilisiert.
Eine trimalleoläre Fraktur ist ein Knochenbruch, bei dem alle drei Knöchel des oberen Sprunggelenks gleichzeitig betroffen sind: der Innenкnöchel (Malleolus medialis), der Außenknöchel (Malleolus lateralis) und der hintere Knöchel (Malleolus posterior). Diese Verletzung gehört zu den komplexen Sprunggelenksfrakturen und geht häufig mit einer Instabilität des Gelenks sowie einer Beteiligung der Bandstrukturen einher. Eine operative Versorgung ist in den meisten Fällen notwendig, um die anatomische Gelenkstruktur wiederherzustellen und Langzeitkomplikationen wie eine Sprunggelenksarthrose zu vermeiden.
Trimalleoläre Frakturen entstehen typischerweise durch hochenergetische Traumata oder Rotationsverletzungen des Sprunggelenks. Häufige Ursachen sind:
Besonders betroffen sind ältere Patienten mit verminderter Knochendichte (Osteoporose) sowie sportlich aktive Personen.
Typische Zeichen einer trimalleolärenr Fraktur umfassen:
Die Diagnose wird klinisch und bildgebend gestellt. Folgende Untersuchungen werden eingesetzt:
Anhand der Bildgebung erfolgt eine Klassifikation der Fraktur, z. B. nach Weber oder Lauge-Hansen, um die Operationsstrategie festzulegen.
Die trimalleoläre Frakturversorgung erfolgt in der Regel unter Vollnarkose oder Rückenmarksnähe (Spinalanästhesie) und umfasst die schrittweise Stabilisierung aller drei Knöchelregionen.
Der Außenknöchel wird häufig als erstes versorgt. Typischerweise kommt eine Plattenosteosynthese zum Einsatz, bei der eine Metallplatte mit Schrauben am Wadenbein befestigt wird, um die korrekte Länge und Stellung wiederherzustellen.
Der hintere Knöchel wird operiert, wenn das betroffene Fragment mehr als 25–30 % der Gelenkfläche umfasst oder das Gelenk instabil ist. Die Fixierung erfolgt mittels Schraubenosteosynthese, entweder von hinten (dorsal) oder von vorne (ventral).
Der Innenknöchel wird in der Regel durch Zugschrauben oder eine Kombination aus Schrauben und Drahtcerclagen stabilisiert. Bei komplexen Trümmerfrakturen kann auch eine Kleinfragmentplatte verwendet werden.
Ist die Syndesmose (das Bandgefüge zwischen Schien- und Wadenbein) verletzt, wird zusätzlich eine Stellschraube oder ein elastisches Band (Tight Rope) eingebracht, um die Stabilität der Sprunggelenksgabel zu sichern.
Nach der Operation erfolgt eine schrittweise Mobilisierung unter krankengymnastischer Begleitung. Typischerweise gliedert sich die Nachbehandlung wie folgt:
Wie bei jedem operativen Eingriff bestehen auch bei der trimalleoläre Frakturversorgung mögliche Risiken:
Bei fachgerechter operativer Versorgung und konsequenter Nachbehandlung ist die Prognose der trimalleoläre Frakturversorgung insgesamt gut. Die meisten Patienten erreichen eine weitgehend normale Gelenkfunktion. Entscheidend sind der Schweregrad der Ausgangsverletzung, die Qualität der Reposition sowie die Compliance des Patienten während der Rehabilitation.
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