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Die Trochleadysplasie ist eine angeborene Fehlbildung der Kniescheibenfurche (Trochlea), die zu Kniescheibeninstabilität und Schmerzen führen kann.
Die Trochleadysplasie ist eine angeborene Fehlbildung der Kniescheibenfurche (Trochlea), die zu Kniescheibeninstabilität und Schmerzen führen kann.
Die Trochleadysplasie bezeichnet eine angeborene oder entwicklungsbedingte Fehlform der Trochlea femoris, also der Gleitrinne am unteren Ende des Oberschenkelknochens (Femur), in der die Kniescheibe (Patella) bei Beugung und Streckung des Kniegelenks gleitet. Bei einer Trochleadysplasie ist diese Rinne flacher, asymmetrisch oder sogar konvex (vorwölbend) ausgebildet, wodurch die Kniescheibe nicht mehr stabil geführt wird. Dies gilt als eine der häufigsten anatomischen Ursachen für eine patellofémorale Instabilität.
Die genaue Ursache der Trochleadysplasie ist nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass sowohl genetische Faktoren als auch biomechanische Einflüsse während der Wachstumsphase eine Rolle spielen. Eine verminderte mechanische Beanspruchung der Trochlea im Kindesalter – etwa durch eine veränderte Zugrichtung der Kniescheibe – kann zu einer unzureichenden Ausformung der Gleitrinne führen.
Die am weitesten verbreitete Einteilung der Trochleadysplasie erfolgt nach dem französischen Orthopäden Henri Dejour und unterscheidet vier Schweregrade:
Die Typen A und B gelten als niedriggradige, die Typen C und D als hochgradige Dysplasie.
Viele Betroffene berichten über folgende Beschwerden:
Die Diagnose der Trochleadysplasie erfolgt durch eine Kombination aus klinischer Untersuchung und bildgebenden Verfahren:
Der Arzt prüft die Beweglichkeit des Kniegelenks, die Stabilität der Kniescheibe (z. B. mittels Apprehension-Test) sowie die Beinachse und Beinmuskulatur.
Bei leichteren Formen der Trochleadysplasie oder bei Erstluxationen wird zunächst eine konservative Behandlung empfohlen:
Bei hochgradiger Dysplasie, rezidivierenden Luxationen oder Versagen der konservativen Therapie kommen operative Eingriffe in Betracht:
Die Prognose hängt vom Schweregrad der Dysplasie und der gewählten Therapie ab. Bei konsequenter Behandlung und gegebenenfalls operativer Korrektur können die meisten Patienten eine deutliche Beschwerdebesserung und eine stabile Kniefunktion erreichen. Unbehandelt kann eine Trochleadysplasie langfristig zu Knorpelschäden und einer frühzeitigen patellofémoralen Arthrose führen.
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