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Tryptophanhydroxylase ist ein Enzym, das den ersten Schritt der Serotoninsynthese katalysiert. Es wandelt die Aminosäure Tryptophan in 5-Hydroxytryptophan um und spielt eine zentrale Rolle im Nervensystem.
Tryptophanhydroxylase ist ein Enzym, das den ersten Schritt der Serotoninsynthese katalysiert. Es wandelt die Aminosäure Tryptophan in 5-Hydroxytryptophan um und spielt eine zentrale Rolle im Nervensystem.
Tryptophanhydroxylase (TPH) ist ein Enzym aus der Gruppe der Monooxygenasen, das den geschwindigkeitsbestimmenden Schritt in der Biosynthese von Serotonin (5-Hydroxytryptamin, 5-HT) katalysiert. Es hydroxyliert die essenzielle Aminosäure L-Tryptophan zu 5-Hydroxytryptophan (5-HTP), das anschließend durch das Enzym aromatische L-Aminosäure-Decarboxylase zu Serotonin umgewandelt wird.
Es existieren zwei Isoformen des Enzyms: TPH1, das hauptsächlich in den enterochromaffinen Zellen des Darms sowie in der Epiphyse (Zirbeldrüse) vorkommt, und TPH2, das vorwiegend in den serotonergen Neuronen des Hirnstamms, insbesondere in den Raphe-Kernen, exprimiert wird.
Tryptophanhydroxylase benötigt für seine Funktion mehrere Kofaktoren:
Durch die enzymatische Reaktion wird eine Hydroxylgruppe (-OH) an die 5-Position des Indolrings von L-Tryptophan eingefügt, wodurch 5-HTP entsteht. Dieser Schritt ist der limitierende Faktor der gesamten Serotoninsynthese, da die Enzymaktivität und die Verfügbarkeit von Tryptophan die Menge an produziertem Serotonin direkt beeinflussen.
Da Serotonin eine entscheidende Rolle bei zahlreichen physiologischen und psychologischen Prozessen spielt, hat die Aktivität der Tryptophanhydroxylase weitreichende Auswirkungen:
Veränderungen in der Aktivität oder Expression der Tryptophanhydroxylase sind mit verschiedenen Erkrankungen assoziiert:
Polymorphismen in den Genen TPH1 und TPH2 wurden mit einem erhöhten Risiko für Depressionen, Angststörungen, bipolare Störungen und Suizidalität in Verbindung gebracht. Eine verminderte TPH2-Aktivität im Gehirn kann zu einem Serotoninmangel und damit zu depressiven Symptomen beitragen.
Eine veränderte TPH1-Aktivität im Darm ist bei Erkrankungen wie dem Reizdarmsyndrom (RDS) und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen beschrieben worden. TPH1-Inhibitoren wie Telotristat werden klinisch bei karzinoidem Syndrom eingesetzt, um die übermäßige Serotoninproduktion im Darm zu reduzieren.
Neuroendokrine Tumoren, sogenannte Karzinoide, exprimieren oft hohe Mengen an TPH1 und produzieren exzessiv Serotonin, was zu typischen Symptomen wie Flush, Durchfall und Herzerkrankungen führt.
Die Aktivität des Enzyms wird auf mehreren Ebenen reguliert:
Die Tryptophanhydroxylase ist ein wichtiger Angriffspunkt in der modernen Pharmakotherapie:
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