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Tuberöse Sklerose ist eine seltene genetische Erkrankung, die gutartige Tumore in verschiedenen Organen verursacht. Sie betrifft vor allem Gehirn, Haut, Nieren und Lunge.
Tuberöse Sklerose ist eine seltene genetische Erkrankung, die gutartige Tumore in verschiedenen Organen verursacht. Sie betrifft vor allem Gehirn, Haut, Nieren und Lunge.
Die Tuberöse Sklerose (auch Tuberöser Sklerose-Komplex, kurz TSC) ist eine seltene, genetisch bedingte Multisystemerkrankung. Sie führt zur Bildung gutartiger Tumore (sogenannte Hamartome) in zahlreichen Organen, insbesondere im Gehirn, in der Haut, den Nieren, der Lunge und dem Herzen. Der Begriff leitet sich vom lateinischen Wort tuber (Knollen) ab und beschreibt die knollenartigen Veränderungen im Gehirn. Die Erkrankung zählt zur Gruppe der Phakomatosen und tritt mit einer Häufigkeit von etwa 1 von 6.000 Lebendgeburten auf.
Tuberöse Sklerose wird durch Mutationen in einem von zwei Genen verursacht:
Beide Proteine bilden zusammen einen Komplex, der den mTOR-Signalweg (mechanistic Target of Rapamycin) reguliert. Eine Mutation in einem dieser Gene führt zu einer übermäßigen Aktivierung des mTOR-Weges, was unkontrolliertes Zellwachstum und die Entstehung von Hamartomen begünstigt. Die Erkrankung wird autosomal-dominant vererbt, d. h. eine einzige veränderte Genkopie reicht aus, um die Krankheit auszulösen. In etwa zwei Dritteln der Fälle tritt sie als Neumutation auf, ohne familiäre Vorbelastung.
Das klinische Bild der Tuberösen Sklerose ist sehr variabel. Häufige Symptome und Befunde sind:
Die Diagnose der Tuberösen Sklerose basiert auf klinischen Kriterien, die in Haupt- und Nebenkriterien unterteilt werden (revidierte Diagnosekriterien von 2012). Zwei Hauptkriterien oder ein Haupt- und zwei Nebenkriterien sichern die Diagnose. Diagnostische Methoden umfassen:
Eine ursächliche Heilung ist bisher nicht möglich. Die Therapie richtet sich nach den betroffenen Organen und Symptomen:
Der Verlauf der Tuberösen Sklerose ist sehr individuell. Leicht betroffene Personen können ein nahezu normales Leben führen, während schwer betroffene Patienten intensive medizinische Betreuung benötigen. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind entscheidend, um neue oder wachsende Tumore frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Mit modernen Therapieoptionen, insbesondere mTOR-Inhibitoren, hat sich die Prognose in den letzten Jahren deutlich verbessert.
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