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Tumorantigene sind Körpereigene oder veränderte Moleküle auf Krebszellen, die das Immunsystem erkennen kann. Sie spielen eine zentrale Rolle in der Krebsdiagnose und Immuntherapie.
Tumorantigene sind Körpereigene oder veränderte Moleküle auf Krebszellen, die das Immunsystem erkennen kann. Sie spielen eine zentrale Rolle in der Krebsdiagnose und Immuntherapie.
Ein Tumorantigen ist ein Molekül – meist ein Protein oder ein Kohlenhydrat –, das auf der Oberfläche oder im Inneren von Tumorzellen vorkommt und vom Immunsystem als fremd oder verändert erkannt werden kann. Tumorantigene entstehen häufig durch genetische Veränderungen (Mutationen) in Krebszellen, können aber auch durch eine übermäßige Produktion normaler Körperproteine entstehen. Sie sind ein zentrales Konzept der Tumorimmunologie und bilden die Grundlage für viele moderne Krebstherapien und Diagnoseverfahren.
Tumorantigene werden nach ihrer Herkunft und Spezifität in verschiedene Gruppen eingeteilt:
Das Immunsystem ist grundsätzlich in der Lage, Tumorzellen anhand ihrer Antigene zu erkennen und zu bekämpfen. Zytotoxische T-Zellen (killer T cells) und natürliche Killerzellen können Zellen mit veränderten Antigenen auf ihrer Oberfläche angreifen und zerstören. Dieser Vorgang wird als Tumorimmunoverstärkung bezeichnet. Viele Tumoren entwickeln jedoch Mechanismen, um sich der Immunantwort zu entziehen, beispielsweise indem sie die Präsentation ihrer Antigene reduzieren.
Bestimmte Tumorantigene können im Blut oder anderen Körperflüssigkeiten nachgewiesen werden und dienen als sogenannte Tumormarker. Diese werden in der Medizin eingesetzt, um:
Bekannte Tumormarker auf Basis von Tumorantigenen sind zum Beispiel PSA beim Prostatakarzinom, CA 125 beim Ovarialkarzinom und AFP beim Leberzelkarzinom. Es ist wichtig zu beachten, dass erhöhte Tumormarkerwerte allein keine sichere Krebsdiagnose bedeuten, da auch andere Erkrankungen oder physiologische Zustände zu erhöhten Werten führen können.
Tumorantigene sind ein wesentlicher Angriffspunkt moderner Krebstherapien:
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