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Ein Tumorsuppressorgen ist ein Gen, das das unkontrollierte Zellwachstum verhindert. Mutationen in diesen Genen können zur Entstehung von Krebs führen.
Ein Tumorsuppressorgen ist ein Gen, das das unkontrollierte Zellwachstum verhindert. Mutationen in diesen Genen können zur Entstehung von Krebs führen.
Ein Tumorsuppressorgen ist ein Gen im menschlichen Erbgut, dessen Aufgabe darin besteht, das Zellwachstum zu kontrollieren, die Zellteilung zu regulieren und beschädigte Zellen zur Selbstzerstörung (Apoptose) zu veranlassen. Diese Gene wirken wie molekulare Bremsen im Zellzyklus. Sind sie funktionsfähig, verhindern sie, dass Zellen unkontrolliert wachsen und sich teilen – ein Prozess, der zur Tumorentstehung führen kann.
Tumorsuppressorgene stehen im Gegensatz zu sogenannten Onkogenen, die das Zellwachstum fördern. Das Gleichgewicht zwischen beiden Gengruppen ist entscheidend für die normale Zellfunktion.
Tumorsuppressorgene erfüllen im Körper mehrere wichtige Aufgaben:
Zu den bekanntesten und am besten erforschten Tumorsuppressorgenen gehören:
Nach dem sogenannten Zwei-Treffer-Modell (Two-Hit-Hypothese) von Alfred Knudson müssen in der Regel beide Kopien (Allele) eines Tumorsuppressorgens mutiert oder inaktiviert sein, bevor die schützende Funktion verloren geht. Jeder Mensch besitzt von jedem Gen zwei Kopien – eine vom Vater und eine von der Mutter.
Bei hereditären (erblichen) Krebssyndromen liegt bereits eine Mutation in einer der beiden Genkopien von Geburt an vor (erster Treffer). Ein zweiter Defekt in der gesunden Kopie – ausgelöst durch Umwelteinflüsse, Strahlung oder zufällige Kopierfehler bei der Zellteilung – reicht dann aus, um die Tumorsuppression zu verlieren (zweiter Treffer).
Die Kenntnis über Tumorsuppressorgene hat die Krebsmedizin grundlegend verändert. Gentests können heute Mutationen in relevanten Genen wie BRCA1, BRCA2 oder TP53 identifizieren und helfen dabei:
Die Untersuchung von Tumorsuppressorgenen erfolgt durch molekulargenetische Analysen, z.B. mittels Next-Generation Sequencing (NGS) oder gezielter Sequenzierung spezifischer Genbereiche.
Da inaktivierte Tumorsuppressorgene einen zentralen Mechanismus der Krebsentstehung darstellen, sind sie wichtige Zielstrukturen in der modernen Krebstherapie:
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