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Die Ubiquinolbiokinetik beschreibt, wie der Körper die reduzierte Form von Coenzym Q10 aufnimmt, verteilt, verstoffwechselt und ausscheidet. Sie ist entscheidend für die Wirksamkeit von Ubiquinol-Präparaten.
Die Ubiquinolbiokinetik beschreibt, wie der Körper die reduzierte Form von Coenzym Q10 aufnimmt, verteilt, verstoffwechselt und ausscheidet. Sie ist entscheidend für die Wirksamkeit von Ubiquinol-Präparaten.
Der Begriff Ubiquinolbiokinetik beschreibt die pharmakokinetischen Eigenschaften von Ubiquinol – der reduzierten, biologisch aktiven Form von Coenzym Q10 (CoQ10) – im menschlichen Körper. Die Biokinetik umfasst alle Prozesse, die bestimmen, wie ein Wirkstoff nach der Einnahme absorbiert, im Körper verteilt, chemisch verändert und schließlich wieder ausgeschieden wird. Diese Prozesse werden oft mit dem Akronym ADME zusammengefasst: Absorption, Distribution, Metabolismus und Exkretion.
Ubiquinol ist eine stark lipophile (fettlösliche) Verbindung, was bedeutet, dass seine Aufnahme im Darm maßgeblich von der gleichzeitigen Aufnahme von Nahrungsfetten abhängt. Die Resorption erfolgt im Dünndarm, wo Ubiquinol in Mizellen eingebaut und über die Darmwand in das Lymphsystem aufgenommen wird. Studien zeigen, dass Ubiquinol im Vergleich zur oxidierten Form Ubiquinon eine deutlich höhere Bioverfügbarkeit aufweist, da es keinen enzymatischen Reduktionsschritt mehr benötigt.
Nach der intestinalen Absorption gelangt Ubiquinol über das Lymphsystem in den Blutkreislauf und wird in verschiedene Gewebe verteilt. Die höchsten Konzentrationen finden sich in Organen mit hohem Energiebedarf, insbesondere in:
Im Blutplasma liegt Coenzym Q10 zu etwa 90–95 % in der reduzierten Ubiquinol-Form vor, was als Indikator für den oxidativen Stress-Status des Körpers gilt. Ein niedrigeres Ubiquinol-zu-Ubiquinon-Verhältnis kann auf erhöhten oxidativen Stress hinweisen.
Ubiquinol unterliegt im Körper einer dynamischen Interkonversion mit seiner oxidierten Form Ubiquinon. Diese Umwandlung ist reversibel und wird durch verschiedene Enzyme gesteuert:
Der Metabolismus erfolgt hauptsächlich in der Leber, wo CoQ10 auch endogen synthetisiert wird. Mit zunehmendem Alter nimmt die körpereigene Synthese von Ubiquinol ab, was die Supplementierung besonders bei älteren Menschen relevant macht.
Ubiquinol wird überwiegend über die Galle und den Stuhl ausgeschieden. Eine renale (über die Nieren erfolgende) Ausscheidung spielt aufgrund der starken Lipofilität der Verbindung eine untergeordnete Rolle. Die Halbwertszeit von Ubiquinol im Plasma beträgt je nach Studie etwa 33 bis 48 Stunden, was eine einmal- bis zweimalige tägliche Einnahme pharmakokinetisch unterstützt.
Das Verständnis der Biokinetik von Ubiquinol ist für folgende klinische Bereiche bedeutsam:
Verschiedene Faktoren beeinflussen die individuelle Pharmakokinetik von Ubiquinol:
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