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Die Ubiquinolsynthese beschreibt die körpereigene Herstellung von Ubiquinol, der reduzierten Form von Coenzym Q10, die eine zentrale Rolle in der Energieproduktion der Zellen spielt.
Die Ubiquinolsynthese beschreibt die körpereigene Herstellung von Ubiquinol, der reduzierten Form von Coenzym Q10, die eine zentrale Rolle in der Energieproduktion der Zellen spielt.
Die Ubiquinolsynthese bezeichnet den biochemischen Prozess, bei dem der menschliche Körper Ubiquinol herstellt – die biologisch aktive, reduzierte Form von Coenzym Q10 (CoQ10). Ubiquinol ist ein fettlösliches Molekül, das in nahezu allen Körperzellen vorkommt und unverzichtbar für die zelluläre Energiegewinnung sowie den Schutz vor oxidativem Stress ist.
Coenzym Q10 existiert in zwei Formen: der oxidierten Form Ubiquinon und der reduzierten Form Ubiquinol. Im gesunden Organismus wird Ubiquinon durch enzymatische Prozesse zu Ubiquinol reduziert. Im Blut liegt Coenzym Q10 zu etwa 90–95 % in der Ubiquinol-Form vor.
Die Biosynthese von Coenzym Q10 und seine Umwandlung in Ubiquinol ist ein komplexer, mehrstufiger Prozess, der hauptsächlich in den Mitochondrien und im endoplasmatischen Retikulum der Zellen stattfindet.
Der Ausgangspunkt der Coenzym-Q10-Biosynthese ist die Aminosäure Tyrosin, aus der der aromatische Benzochinon-Ring gebildet wird. Parallel dazu wird die Isoprenseitenkette über den Mevalonat-Stoffwechselweg synthetisiert – denselben Weg, über den auch Cholesterin produziert wird. Diese Seitenkette besteht beim Menschen aus zehn Isopreneinheiten, weshalb das Molekül als Coenzym Q10 bezeichnet wird.
Der aromatische Ring und die Isoprenseitenkette werden durch spezifische Enzyme miteinander verbunden. Dieser Schritt erfordert zahlreiche Kofaktoren, darunter Vitamin B6 (Pyridoxin), Vitamin B12, Folsäure und Pantothensäure.
Das fertig synthetisierte Ubiquinon (oxidierte Form) wird anschließend durch zelluläre Reduktasen – insbesondere durch Enzyme der Atmungskette – zu Ubiquinol reduziert. Dabei nimmt das Molekül zwei Elektronen und zwei Protonen auf. Dieser Schritt ist entscheidend, damit Coenzym Q10 seine antioxidative Schutzfunktion entfalten kann.
Ubiquinol erfüllt im menschlichen Organismus zwei wesentliche Aufgaben:
Verschiedene Faktoren können die körpereigene Ubiquinolsynthese beeinträchtigen:
Der Ubiquinolspiegel kann im Blut gemessen werden, meist als Gesamt-CoQ10 oder differenziert nach Ubiquinol und Ubiquinon. Als Referenzbereich für gesunde Erwachsene gelten im Plasma typischerweise Werte von 0,6–1,0 µmol/l, wobei laborspezifische Unterschiede bestehen. Bei Verdacht auf CoQ10-Mangel oder unter Statin-Therapie kann eine Messung sinnvoll sein.
Da die körpereigene Synthese mit zunehmendem Alter oder unter bestimmten Bedingungen abnimmt, kann eine gezielte Supplementierung mit Ubiquinol sinnvoll sein. Im Vergleich zu Ubiquinon wird Ubiquinol vom Körper besser aufgenommen (höhere Bioverfügbarkeit), da es nicht erst reduziert werden muss. Typische Dosierungen in Studien liegen zwischen 100 und 300 mg pro Tag. Eine Einnahme mit einer fetthaltigen Mahlzeit verbessert die Resorption.
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