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Die Ubiquinoltherapie nutzt die reduzierte Form von Coenzym Q10 zur Unterstützung der Zellenergieproduktion und des antioxidativen Schutzes.
Die Ubiquinoltherapie nutzt die reduzierte Form von Coenzym Q10 zur Unterstützung der Zellenergieproduktion und des antioxidativen Schutzes.
Die Ubiquinoltherapie bezeichnet den therapeutischen Einsatz von Ubiquinol, der biologisch aktiven, reduzierten Form des Coenzym Q10 (CoQ10). Ubiquinol ist das einzige fettlösliche Antioxidans, das der menschliche Körper selbst herstellt, und spielt eine zentrale Rolle in der mitochondrialen Energieproduktion sowie im Schutz vor oxidativem Stress. Im Gegensatz zur oxidierten Form (Ubiquinon) ist Ubiquinol direkt bioverfügbar und muss im Körper nicht erst umgewandelt werden.
Ubiquinol wirkt auf zwei wesentlichen Ebenen:
Die Ubiquinoltherapie wird häufig bei Herzinsuffizienz eingesetzt. Klinische Studien, darunter die Q-SYMBIO-Studie, zeigen, dass eine CoQ10-Supplementierung die kardiale Funktion verbessern und die Sterblichkeit bei Herzinsuffizienz reduzieren kann. Herzmuskelzellen haben einen besonders hohen Energiebedarf und reagieren empfindlich auf Ubiquinol-Mangel.
Statine (Cholesterinsenker) hemmen die körpereigene CoQ10-Synthese, da beide Substanzen denselben Biosyntheseweg nutzen. Eine begleitende Ubiquinoltherapie kann statinbedingten Muskelbeschwerden (Myopathien) entgegenwirken und die Verträglichkeit der Statintherapie verbessern.
Bei genetisch bedingten mitochondrialen Erkrankungen mit primärem CoQ10-Mangel ist die Ubiquinoltherapie eine anerkannte Behandlungsoption. Sie zielt darauf ab, die mitochondriale Funktion zu stabilisieren und den Krankheitsverlauf zu verlangsamen.
Ubiquinol wird zunehmend in der Reproduktionsmedizin eingesetzt. Studien deuten darauf hin, dass die Supplementierung die Qualität von Eizellen und Spermien verbessern kann, indem oxidativer Stress in den Keimzellen reduziert wird.
Mit zunehmendem Alter sinkt der körpereigene Ubiquinolspiegel deutlich. Eine Supplementierung kann dazu beitragen, altersbedingte Energiedefizite auszugleichen und die allgemeine Vitalität zu unterstützen.
Ubiquinol wird üblicherweise in Dosierungen von 100 mg bis 300 mg täglich eingenommen, abhängig von der Indikation und dem individuellen Bedarf. Da es fettlöslich ist, sollte Ubiquinol stets zusammen mit einer fetthaltigen Mahlzeit eingenommen werden, um die Aufnahme zu optimieren. Bei schweren mitochondrialen Erkrankungen können unter ärztlicher Aufsicht auch höhere Dosen erforderlich sein.
Ubiquinol gilt allgemein als gut verträglich. In seltenen Fällen können leichte gastrointestinale Beschwerden wie Übelkeit, Magendrücken oder Durchfall auftreten, insbesondere bei höheren Dosen. Wechselwirkungen mit blutverdünnenden Medikamenten (z. B. Warfarin) sind möglich, da Ubiquinol die Gerinnungshemmung beeinflussen kann. Eine ärztliche Rücksprache vor Beginn der Therapie ist empfehlenswert.
Während Ubiquinon (die oxidierte Form) zunächst im Körper zu Ubiquinol reduziert werden muss, liegt Ubiquinol bereits in der biologisch aktiven Form vor. Dies macht Ubiquinol besonders für ältere Menschen und Personen mit eingeschränkter Konversionskapazität geeignet, da die Umwandlungseffizienz mit dem Alter abnimmt. Studien zeigen, dass Ubiquinol eine deutlich höhere Bioverfügbarkeit aufweist als Ubiquinon.
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