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Die Ulkusprophylaxe umfasst Maßnahmen zur Vorbeugung von Magengeschwüren. Sie schützt besonders Risikogruppen vor schmerzhaften Schleimhautschäden.
Die Ulkusprophylaxe umfasst Maßnahmen zur Vorbeugung von Magengeschwüren. Sie schützt besonders Risikogruppen vor schmerzhaften Schleimhautschäden.
Die Ulkusprophylaxe bezeichnet alle vorbeugenden Maßnahmen, die verhindern sollen, dass sich ein Magengeschwür (Ulcus ventriculi) oder ein Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni) entwickelt. Ein Ulkus entsteht, wenn die schützende Schleimhaut des Magens oder des Dünndarms durch Magensäure oder andere Faktoren angegriffen und dauerhaft geschädigt wird. Die Prophylaxe ist besonders wichtig für Patientinnen und Patienten, die ein erhöhtes Risiko für die Entstehung eines Geschwürs haben.
Bevor präventive Maßnahmen eingeleitet werden, ist es wichtig, die häufigsten Ursachen und Risikofaktoren für ein Magengeschwür zu kennen:
Nicht jeder Mensch benötigt eine medikamentöse Ulkusprophylaxe. Folgende Personengruppen gelten als Hochrisikogruppen und profitieren besonders von präventiven Maßnahmen:
Die wichtigste medikamentöse Maßnahme ist die Einnahme eines Protonenpumpenhemmers (PPI) wie Omeprazol, Pantoprazol oder Esomeprazol. PPIs senken die Säureproduktion im Magen wirksam und schützen so die Schleimhaut. Sie gelten als Mittel der ersten Wahl bei der Ulkusprophylaxe im Zusammenhang mit NSAR-Einnahme. Alternativ können auch H2-Blocker (z. B. Famotidin) eingesetzt werden, die ebenfalls die Säureproduktion hemmen, jedoch etwas weniger wirksam sind als PPIs.
Bei nachgewiesener Infektion mit Helicobacter pylori wird eine Eradikationstherapie durchgeführt. Dabei werden in der Regel zwei Antibiotika zusammen mit einem Protonenpumpenhemmer über 7 bis 14 Tage eingenommen, um das Bakterium abzutöten und so das Rückfallrisiko zu senken.
Neben Medikamenten spielen auch Veränderungen des Lebensstils eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung von Magengeschwüren:
Die Langzeiteinnahme von Protonenpumpenhemmern ist in der Regel gut verträglich, kann jedoch mit bestimmten Risiken verbunden sein. Dazu gehören ein erhöhtes Risiko für Magnesiummangel, Vitamin-B12-Mangel, Darminfektionen (z. B. durch Clostridium difficile) sowie ein leicht erhöhtes Risiko für Knochenfrakturen bei Langzeitanwendung. Daher sollte die Indikation für eine dauerhafte PPI-Einnahme regelmäßig ärztlich überprüft werden.
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