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Uridinphosphat ist eine nucleotidbasierte Verbindung, die im menschlichen Stoffwechsel eine zentrale Rolle spielt. Es kommt in verschiedenen Phosphorylierungsformen vor und ist an zahlreichen Biosyntheseprozessen beteiligt.
Uridinphosphat ist eine nucleotidbasierte Verbindung, die im menschlichen Stoffwechsel eine zentrale Rolle spielt. Es kommt in verschiedenen Phosphorylierungsformen vor und ist an zahlreichen Biosyntheseprozessen beteiligt.
Uridinphosphat bezeichnet eine Gruppe von Nukleotiden, die aus der Nukleobase Uracil, dem Zucker Ribose und einer oder mehreren Phosphatgruppen bestehen. Je nach Anzahl der Phosphatgruppen wird zwischen Uridinmonophosphat (UMP), Uridindiphosphat (UDP) und Uridintriphosphat (UTP) unterschieden. Diese Verbindungen gehoeren zur Klasse der Pyrimidin-Nukleotide und sind im gesamten menschlichen Koerper vorhanden.
Uridinphosphate uebernehmen im Stoffwechsel vielfaeltige und unverzichtbare Aufgaben:
Uridinphosphate entstehen durch den Pyrimidin-Biosyntheseweg sowie durch Salvage-Mechanismen, bei denen freies Uridin aus der Nahrung oder dem Zellabbau phosphoryliert wird. UMP-Synthetase katalysiert die letzten Schritte der de-novo-Synthese. UMP wird dann durch Kinasen schrittweise zu UDP und schliesslich zu UTP phosphoryliert. UDP-Glukose entsteht durch die Reaktion von UTP mit Glukose-1-Phosphat, katalysiert durch die UDP-Glukose-Pyrophosphorylase.
In der klinischen Medizin werden Uridinnukleotide, insbesondere in Kombination mit anderen B-Vitaminen, zur Unterstuetzung der Nervenfunktion eingesetzt. Studien deuten darauf hin, dass Uridinphosphate zur Regeneration von Nervenscheiden (Myelinscheiden) beitragen und bei peripheren Neuropathien therapeutisch genutzt werden koennen.
Da die Leber ein zentrales Organ des Nukleotidstoffwechsels ist, kann ein Mangel an Uridinnukleotiden mit Leberfunktionsstoerungen assoziiert sein. UDP-Glukuronat, ein Derivat von UDP-Glukose, ist essenziell fuer die hepatische Entgiftung (Glukuronidierung) von Medikamenten und koerpereigenen Stoffwechselprodukten.
Ein Mangel an dem Enzym UMP-Kinase oder Stoerungen im Pyrimidinstoffwechsel koennen zu Anaeamien fuehren, da rote Blutkoerperchen auf einen funktionierenden Nukleotidstoffwechsel angewiesen sind.
Uridin, die Vorstufe der Uridinphosphate, kommt in verschiedenen Lebensmitteln vor, darunter:
Als Nahrungsergaenzungsmittel werden Uridinnukleotide eingesetzt, um den Nukleotidstoffwechsel zu unterstuetzen. Die empfohlenen Dosierungen variieren je nach Praeparat und Anwendungsgebiet; eine aerztliche Beratung ist empfehlenswert.
Uridinphosphate gelten bei oraler Einnahme in ueblichen Dosierungen als gut vertraeglich. Bei sehr hohen Dosen koennen Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Personen mit bekannten Stoerungen des Purin- oder Pyrimidinstoffwechsels sowie Patienten mit bestimmten Lebererkrankungen sollten vor der Einnahme aerztlichen Rat einholen. Wechselwirkungen mit Medikamenten, die den Nukleotidstoffwechsel beeinflussen (z. B. bestimmte antivirale Wirkstoffe), sind moeglich.
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