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Die Vagotomie ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem der Vagusnerv durchtrennt wird, um die Magensäureproduktion zu reduzieren. Sie wird heute selten angewendet.
Die Vagotomie ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem der Vagusnerv durchtrennt wird, um die Magensäureproduktion zu reduzieren. Sie wird heute selten angewendet.
Die Vagotomie ist ein operativer Eingriff, bei dem der Vagusnerv (Nervus vagus) ganz oder teilweise durchtrennt wird. Der Vagusnerv ist der zehnte Hirnnerv und steuert zahlreiche Körperfunktionen, darunter die Produktion von Magensäure. Durch die Unterbrechung dieser Nervenverbindung kann die Säureproduktion im Magen erheblich gesenkt werden. Die Vagotomie wurde früher häufig bei der Behandlung von Magengeschwüren (Ulcus ventriculi) und Zwölffingerdarmgeschwüren (Ulcus duodeni) eingesetzt.
Es gibt verschiedene Formen der Vagotomie, die sich in ihrem Umfang und ihren Auswirkungen unterscheiden:
Die Vagotomie wurde hauptsächlich bei folgenden Erkrankungen eingesetzt:
Seit der Entdeckung von Protonenpumpenhemmern (z. B. Omeprazol) und der Erkennung von Helicobacter pylori als häufige Ursache von Magengeschwüren in den 1980er und 1990er Jahren hat die Vagotomie stark an Bedeutung verloren. Die medikamentöse Behandlung ist heute in den meisten Fällen ausreichend und wird bevorzugt. Chirurgische Eingriffe wie die Vagotomie kommen nur noch in sehr seltenen Ausnahmefällen zum Einsatz, etwa bei Versagen der Medikamentenbehandlung oder bei akuten Komplikationen.
Die Vagotomie wird in Vollnarkose durchgeführt. Traditionell erfolgte sie als offene Operation, heute ist in manchen Fällen auch eine laparoskopische (minimal-invasive) Vorgehensweise möglich. Der Chirurg identifiziert die entsprechenden Nervenstämme und durchtrennt oder entfernt die relevanten Abschnitte des Vagusnervs.
Wie jeder operative Eingriff birgt die Vagotomie bestimmte Risiken:
Nach einer Vagotomie sind regelmäßige Kontrollen des Magen-Darm-Trakts empfohlen. Patienten sollten auf Symptome wie anhaltende Oberbauchschmerzen, Übelkeit oder veränderte Stuhlgewohnheiten achten und diese umgehend ärztlich abklären lassen. Eine angepasste Ernährung kann helfen, Beschwerden zu reduzieren.
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