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Valsartan ist ein blutdrucksenkendes Medikament aus der Gruppe der Angiotensin-II-Rezeptorblocker. Es wird bei Bluthochdruck, Herzinsuffizienz und nach Herzinfarkten eingesetzt.
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Valsartan ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel aus der Gruppe der Angiotensin-II-Rezeptorblocker (ARB), auch als Sartane bezeichnet. Es wird vor allem zur Behandlung von Bluthochdruck (Hypertonie), Herzinsuffizienz und zur Nachbehandlung nach einem Herzinfarkt (Myokardinfarkt) eingesetzt. Valsartan ist seit den 1990er Jahren zugelassen und gehört zu den meistverordneten Blutdruckmitteln weltweit.
Valsartan blockiert selektiv den Angiotensin-II-Typ-1-Rezeptor (AT1-Rezeptor). Angiotensin II ist ein körpereigenes Hormon, das eine starke Verengung der Blutgefaesse bewirkt und den Blutdruck erhöht. Durch die Blockade dieses Rezeptors verhindert Valsartan die gefaessverengende Wirkung von Angiotensin II. Dies führt zu einer Erweiterung der Blutgefaesse (Vasodilatation), einem Abfall des Blutdrucks sowie zu einer Entlastung des Herzens.
Im Unterschied zu ACE-Hemmern, einer verwandten Wirkstoffklasse, blockiert Valsartan den Rezeptor direkt, anstatt die Bildung von Angiotensin II zu hemmen. Dadurch tritt der typische ACE-Hemmer-Reizhusten bei Valsartan deutlich seltener auf.
Die Dosierung von Valsartan richtet sich nach dem Anwendungsgebiet und wird stets vom behandelnden Arzt individuell festgelegt.
Valsartan kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden und ist in Form von Tabletten erhältlich. Die blutdrucksenkende Wirkung setzt in der Regel innerhalb von 2 Stunden ein, der maximale Effekt wird nach 4 bis 6 Stunden erreicht.
Valsartan wird von den meisten Patienten gut vertragen. Mögliche Nebenwirkungen umfassen:
Im Gegensatz zu ACE-Hemmern verursacht Valsartan keinen oder nur sehr selten einen trockenen Reizhusten, da es das Enzym ACE nicht hemmt und daher Bradykinin nicht anreichert.
Valsartan darf nicht eingenommen werden bei:
Wichtige Wechselwirkungen bestehen mit:
Valsartan war 2018 Gegenstand eines europaweiten Rückrufes, nachdem in einigen Chargen des Wirkstoffs aus bestimmten Herstellungsquellen die krebsverdächtige Verunreinigung N-Nitrosodimethylamin (NDMA) nachgewiesen wurde. Die Verunreinigung war auf einen veränderten Herstellungsprozess zurückzuführen. Seitdem wurden die Qualitätskontrollstandards erheblich verschärft und betroffene Produkte vom Markt genommen.
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