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Der Varus-Stress-Test ist eine klinische Untersuchungsmethode zur Beurteilung der lateralen Stabilität des Knie- oder Ellenbogengelenks. Er prüft die Unversehrtheit des lateralen Kollateralbandes.
Der Varus-Stress-Test ist eine klinische Untersuchungsmethode zur Beurteilung der lateralen Stabilität des Knie- oder Ellenbogengelenks. Er prüft die Unversehrtheit des lateralen Kollateralbandes.
Der Varus-Stress-Test ist eine orthopädische und sportmedizinische Untersuchungsmethode, bei der gezielt eine nach innen gerichtete Kraft (Varusstress) auf ein Gelenk ausgeführt wird. Am häufigsten wird er am Kniegelenk angewendet, um die Stabilität des lateralen Kollateralbandes (LCB) zu prüfen. Er kann auch am Ellenbogengelenk zur Beurteilung des radialen Kollateralbandkomplexes eingesetzt werden.
Der Varus-Stress-Test wird typischerweise bei folgenden klinischen Situationen durchgeführt:
Der Test wird in der Regel in zwei Positionen durchgeführt:
Der Patient liegt in Rückenlage. Der Untersucher fixiert den Oberschenkel mit einer Hand und übt mit der anderen Hand am Unterschenkel eine nach medial (innen) gerichtete Kraft aus. Eine Aufklapprektion (vergrößerter lateraler Gelenkspalt) in dieser Position deutet auf eine schwerwiegende ligamentäre Instabilität hin.
In leichter Kniebeugestellung (ca. 20–30 Grad) wird der Test wiederholt. Eine Aufklappbarkeit nur in Beugestellung, nicht aber in Streckstellung, spricht für eine isolierte Verletzung des lateralen Kollateralbandes. Eine Instabilität in beiden Positionen weist auf eine komplexere, posterolaterale Beteiligung hin.
Die Beurteilung des Tests erfolgt häufig nach folgendem Schema:
Ein positiver Varus-Stress-Test deutet auf eine Schädigung des lateralen Kollateralbandes oder der posterolateralen Strukturen des Kniegelenks hin.
Der Varus-Stress-Test wird in der Regel durch weitere Untersuchungen ergänzt. Dazu gehören bildgebende Verfahren wie die Magnetresonanztomografie (MRT), die eine genaue Beurteilung der Band- und Weichteilstrukturen ermöglicht, sowie gehaltene Röntgenaufnahmen, um das Ausmaß der Instabilität objektiv zu messen. Die klinische Untersuchung allein hat eine begrenzte Sensitivität und Spezifität und sollte stets im Gesamtkontext der Anamnese und weiterer Befunde bewertet werden.
Die Therapie richtet sich nach dem Schweregrad der Bandverletzung:
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