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Vasopressin (ADH) – Hormon, Wirkung und Anwendung

Vasopressin ist ein körpereigenes Hormon, das den Wasserhaushalt reguliert und den Blutdruck beeinflusst. Es wird auch als antidiuretisches Hormon (ADH) bezeichnet.

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Wissenswertes über "Vasopressin"

Vasopressin ist ein körpereigenes Hormon, das den Wasserhaushalt reguliert und den Blutdruck beeinflusst. Es wird auch als antidiuretisches Hormon (ADH) bezeichnet.

Was ist Vasopressin?

Vasopressin, auch bekannt als antidiuretisches Hormon (ADH) oder Arginin-Vasopressin (AVP), ist ein körpereigenes Peptidhormon, das im Hypothalamus des Gehirns gebildet und über den Hypophysenhinterlappen (Neurohypophyse) in die Blutbahn freigesetzt wird. Es spielt eine zentrale Rolle bei der Regulierung des Wasserhaushalts, des Blutdrucks und der Nierenfunktion.

Wirkmechanismus

Vasopressin wirkt über spezifische Rezeptoren, die sogenannten V1- und V2-Rezeptoren:

  • V1-Rezeptoren befinden sich vor allem in der glatten Muskulatur der Blutgefäße. Ihre Aktivierung führt zu einer Verengung der Gefäße (Vasokonstriktion) und damit zu einem Anstieg des Blutdrucks.
  • V2-Rezeptoren sind in den Sammelrohren der Niere lokalisiert. Ihre Aktivierung bewirkt eine verstärkte Rückresorption von Wasser, wodurch die Urinproduktion reduziert und der Körper mit Flüssigkeit versorgt wird.

Die Freisetzung von Vasopressin wird durch einen Anstieg der Blutosmolalität (Konzentration gelöster Teilchen im Blut), einen Abfall des Blutdrucks oder Stress ausgelöst.

Medizinische Bedeutung und Anwendungsgebiete

Diabetes insipidus

Bei einem Mangel an Vasopressin oder einer verminderten Wirkung des Hormons entsteht der sogenannte Diabetes insipidus. Diese Erkrankung ist durch eine übermäßige Ausscheidung von stark verdünntem Urin (bis zu 20 Liter pro Tag) sowie extremen Durst gekennzeichnet. Die Behandlung erfolgt durch die Gabe von synthetischem Vasopressin oder dem eng verwandten Wirkstoff Desmopressin.

Schockbehandlung und kritische Medizin

In der Intensivmedizin wird Vasopressin als Medikament eingesetzt, um bei lebensbedrohlichem Blutdruckabfall (z. B. bei septischem Schock oder Herzstillstand) den Kreislauf zu stabilisieren. Es wirkt gefäßverengend und unterstützt andere kreislaufstabilisierende Maßnahmen.

Ösophagusvarizenblutung

Vasopressin kann zur Behandlung von Blutungen aus Krampfadern der Speiseröhre (Ösophagusvarizen) eingesetzt werden, da es die Durchblutung im Pfortadersystem reduziert und damit die Blutung verlangsamt.

Dosierung und Anwendung

Vasopressin wird in der klinischen Anwendung intravenös verabreicht. Die genaue Dosierung richtet sich nach dem Krankheitsbild und dem klinischen Zustand des Patienten. In der Intensivmedizin wird es als kontinuierliche Infusion gegeben, wobei die Dosis eng überwacht wird.

Nebenwirkungen

Die Anwendung von Vasopressin kann mit verschiedenen Nebenwirkungen verbunden sein:

  • Verengung der Herzkranzgefäße und damit verbundene Herzschmerzen (Angina pectoris)
  • Übelkeit, Bauchkrämpfe und Durchfall
  • Kopfschmerzen und Schwindel
  • Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme) bei Überdosierung
  • In seltenen Fällen: Herzrhythmusstörungen oder Herzinfarkt

Zusammenhang mit anderen Hormonen

Vasopressin steht in enger Wechselwirkung mit dem Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS), das ebenfalls den Blutdruck und den Wasserhaushalt reguliert. Zudem ist Vasopressin strukturell dem Hormon Oxytocin ähnlich, mit dem es gemeinsame Vorläufermoleküle teilt. Neuere Forschungen deuten darauf hin, dass Vasopressin auch eine Rolle bei sozialen Verhaltensweisen und Stressreaktionen spielt.

Quellen

  1. Antunes-Rodrigues J, de Castro M, Elias LL, Valenca MM, McCann SM. Neuroendocrine control of body fluid metabolism. Physiological Reviews. 2004;84(1):169-208.
  2. Knepper MA, Kwon TH, Nielsen S. Molecular physiology of water balance. New England Journal of Medicine. 2015;372(14):1349-1358.
  3. Russell JA. Vasopressin in vasodilatory and septic shock. Current Opinion in Critical Care. 2011;17(5):434-441.

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