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Die Verdauungsfermentanalyse untersucht die Konzentration und Aktivität von Verdauungsenzymen im Stuhl, Blut oder Atemluft. Sie hilft, Störungen der Bauchspeicheldrüse und des Magen-Darm-Trakts frühzeitig zu erkennen.
Die Verdauungsfermentanalyse untersucht die Konzentration und Aktivität von Verdauungsenzymen im Stuhl, Blut oder Atemluft. Sie hilft, Störungen der Bauchspeicheldrüse und des Magen-Darm-Trakts frühzeitig zu erkennen.
Die Verdauungsfermentanalyse ist ein diagnostisches Verfahren, das die Menge und Aktivität von Verdauungsenzymen (auch Verdauungsfermente genannt) im menschlichen Körper untersucht. Verdauungsenzyme sind biologisch aktive Eiweißmoleküle, die Nahrungsbestandteile wie Fette, Kohlenhydrate und Proteine in ihre Grundbausteine aufspalten, damit der Körper sie aufnehmen kann. Eine gestörte Enzymproduktion oder -aktivität kann zu erheblichen Verdauungsproblemen und Nährstoffmangel führen.
Je nach klinischer Fragestellung werden verschiedene Verdauungsenzyme analysiert. Die wichtigsten sind:
Die Verdauungsfermentanalyse wird eingesetzt, wenn Beschwerden auf eine gestörte Verdauung hindeuten. Typische Indikationen sind:
Die häufigste Methode ist die Messung der Pankreas-Elastase-1 im Stuhl. Dabei wird eine Stuhlprobe mittels eines immunologischen Tests (ELISA) auf den Gehalt des Enzyms untersucht. Werte unter 200 µg/g Stuhl deuten auf eine exokrine Pankreasinsuffizienz hin.
Lipase und Amylase werden im Blutserum gemessen. Stark erhöhte Werte sind typisch für eine akute Pankreatitis, während dauerhaft erniedrigte Werte auf eine chronische Insuffizienz hinweisen können.
Für die Diagnose einer Laktoseintoleranz wird häufig ein Wasserstoff-Atemtest (H2-Atemtest) eingesetzt. Dabei trinkt der Patient eine definierte Menge Laktose, und die ausgeatmete Luft wird auf erhöhte Wasserstoffkonzentrationen untersucht, die durch bakteriellen Abbau unverdauter Laktose im Dickdarm entstehen.
Die Ergebnisse der Verdauungsfermentanalyse geben Hinweise auf die Funktion der Bauchspeicheldrüse und des Dünndarms. Niedrige Elastase-1-Werte im Stuhl bestätigen eine exokrine Pankreasinsuffizienz. Erhöhte Lipase- und Amylasewerte im Blut sprechen für eine akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Ein positiver Laktose-Atemtest weist auf einen Laktasemangel hin. Die Ergebnisse müssen stets im klinischen Gesamtkontext und in Zusammenschau mit anderen Untersuchungen bewertet werden.
Je nach Ursache der gestörten Enzymaktivität stehen verschiedene Therapieoptionen zur Verfügung:
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