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Die Vitamin-D-Prophylaxe bezeichnet Maßnahmen zur Vorbeugung eines Vitamin-D-Mangels. Sie ist besonders für Säuglinge, ältere Menschen und Risikogruppen empfohlen.
Die Vitamin-D-Prophylaxe bezeichnet Maßnahmen zur Vorbeugung eines Vitamin-D-Mangels. Sie ist besonders für Säuglinge, ältere Menschen und Risikogruppen empfohlen.
Die Vitamin-D-Prophylaxe umfasst gezielte Maßnahmen, um einem Mangel an Vitamin D vorzubeugen. Vitamin D ist ein lebenswichtiges fettlösliches Vitamin, das der Körper hauptsächlich durch Sonnenlichteinwirkung auf die Haut selbst bildet. Da in vielen Breitengraden – insbesondere in Mittel- und Nordeuropa – die Sonneneinstrahlung oft nicht ausreicht, ist eine gezielte Prophylaxe häufig notwendig.
Vitamin D erfüllt zahlreiche essentielle Funktionen im menschlichen Körper:
Bestimmte Personengruppen haben ein erhöhtes Risiko, einen Vitamin-D-Mangel zu entwickeln:
Die effektivste natürliche Quelle für Vitamin D ist die Sonneneinstrahlung. Bereits 15–30 Minuten Aufenthalt im Freien bei Sonnenschein (mit unbedeckten Armen und Gesicht) können in den Sommermonaten ausreichend sein. In den Wintermonaten reicht die Sonneneinstrahlung in Mitteleuropa jedoch nicht aus, um genügend Vitamin D zu bilden.
Einige Lebensmittel enthalten von Natur aus Vitamin D oder sind damit angereichert:
Die Zufuhr über die Ernährung allein ist jedoch in der Regel nicht ausreichend, um den täglichen Bedarf zu decken.
Die Supplementierung mit Vitamin-D-Präparaten ist die gängigste prophylaktische Maßnahme, besonders für Risikogruppen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene eine tägliche Zufuhr von 800 IE (20 µg) Vitamin D, wenn eine ausreichende Eigenproduktion über Sonnenlicht nicht gewährleistet ist. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und verschiedene nationale Fachgesellschaften empfehlen spezifische Dosierungen für unterschiedliche Altersgruppen.
In Deutschland empfehlen die S3-Leitlinien sowie die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) für alle Säuglinge – unabhängig davon, ob sie gestillt oder mit Formula ernährt werden – eine tägliche Supplementierung mit 400–500 IE Vitamin D (in Form von Tabletten oder Tropfen) ab der ersten Lebenswoche bis zum Ende des ersten Lebensjahres. Anschließend wird die Prophylaxe in den ersten Wintermonaten des zweiten Lebensjahres fortgesetzt.
Ein Vitamin-D-Mangel wird über die Messung des 25-Hydroxyvitamin-D-Spiegels (25(OH)D) im Blutserum diagnostiziert. Werte unter 30 nmol/l (12 ng/ml) gelten als Mangelzustand, Werte zwischen 30 und 50 nmol/l als suboptimal. Ein optimaler Versorgungsstatus wird bei Werten über 50 nmol/l (20 ng/ml) angenommen.
Ein langanhaltender Vitamin-D-Mangel kann schwerwiegende Folgen haben:
Eine Überdosierung von Vitamin D durch Sonnenlicht ist nicht möglich, da der Körper die Produktion selbst reguliert. Bei einer übermäßigen Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln kann es jedoch zur Vitamin-D-Toxizität kommen, die sich durch erhöhte Kalziumspiegel im Blut (Hyperkalzämie), Übelkeit, Erbrechen, Schwäche und im schlimmsten Fall zu Nierenschäden äußern kann. Eine Eigenmedikation mit hochdosierten Präparaten sollte daher immer ärztlich abgesprochen werden.
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