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Das vordere Kreuzband ist ein zentrales Stabilisierungsband im Kniegelenk. Es verhindert das Übergleiten des Unterschenkels nach vorne und ist häufig von Sportverletzungen betroffen.
Das vordere Kreuzband ist ein zentrales Stabilisierungsband im Kniegelenk. Es verhindert das Übergleiten des Unterschenkels nach vorne und ist häufig von Sportverletzungen betroffen.
Das vordere Kreuzband (Ligamentum cruciatum anterius, kurz VKB) ist ein stabiles Bindegewebsband im Inneren des Kniegelenks. Es verbindet den Oberschenkelknochen (Femur) mit dem Schienbeinknochen (Tibia) und gehört gemeinsam mit dem hinteren Kreuzband zu den zentralen Stabilisatoren des Knies. Das vordere Kreuzband verhindert, dass der Unterschenkel gegenüber dem Oberschenkel nach vorne verschoben wird, und begrenzt gleichzeitig die Rotationsbewegung im Kniegelenk.
Das vordere Kreuzband verläuft von der inneren Rückfläche des seitlichen Oberschenkelknochens schräg nach vorne-innen zur Vorderseite des Schienbeins. Es besteht aus zwei Hauptbündeln:
Beide Bündel arbeiten zusammen, um das Kniegelenk bei allen Bewegungen stabil zu halten. Das Band enthält auch Mechanorezeptoren, die dem Gehirn wichtige Informationen über die Kniestellung und Bewegung liefern (Propriozeption).
Eine Ruptur des vorderen Kreuzbandes (Kreuzbandriss) gehört zu den häufigsten schweren Sportverletzungen. Typische Ursachen sind:
Frauen haben aufgrund anatomischer und hormoneller Unterschiede ein höheres Risiko für eine VKB-Verletzung als Männer.
Bei einem Riss des vorderen Kreuzbandes treten typischerweise folgende Symptome auf:
Die Diagnose eines vorderen Kreuzbandrisses erfolgt durch eine Kombination aus klinischer Untersuchung und bildgebenden Verfahren:
Bei älteren Patienten, körperlich weniger aktiven Personen oder isolierten Teilrissen kann eine konservative Behandlung ausreichen. Diese umfasst:
Bei aktiven Sportlern und jüngeren Patienten sowie bei begleitenden Verletzungen (Meniskus, Seitenbänder) wird meist eine operative Rekonstruktion empfohlen. Dabei wird das gerissene Band durch ein Transplantat ersetzt, das aus der eigenen Körpersehne (z. B. Patellasehne, Semitendinosussehne) oder aus Spendergewebe gewonnen wird. Der Eingriff erfolgt in der Regel arthroskopisch (minimal-invasiv).
Nach einer Operation dauert die vollständige Rehabilitation in der Regel 6 bis 12 Monate. Die Physiotherapie beginnt bereits kurz nach dem Eingriff und zielt auf die Wiederherstellung von Kraft, Beweglichkeit, Koordination und Sportfähigkeit ab.
Durch gezieltes Aufwärmen, neuromuskulare Trainingsprogramme (z. B. FIFA 11+) und eine gute Beinachsenstabilität kann das Verletzungsrisiko deutlich gesenkt werden.
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