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Die Vorderwandplazenta beschreibt die Lage der Plazenta an der vorderen Gebärmutterwand. Sie ist eine häufige, meist unkomplizierte Variante der Plazentaposition in der Schwangerschaft.
Die Vorderwandplazenta beschreibt die Lage der Plazenta an der vorderen Gebärmutterwand. Sie ist eine häufige, meist unkomplizierte Variante der Plazentaposition in der Schwangerschaft.
Die Vorderwandplazenta (auch anteriore Plazenta genannt) bezeichnet die Lage der Plazenta an der vorderen Wand der Gebärmutter, also auf der Seite, die dem Bauch der Mutter zugewandt ist. Die Plazenta ist das lebenswichtige Organ, das während der Schwangerschaft die Versorgung des ungeborenen Kindes mit Nährstoffen und Sauerstoff sicherstellt. Ihre Position kann dabei variieren: Sie kann sich vorne, hinten, seitlich oder auch tief im Bereich des Gebärmutterhalseingangs befinden.
Eine Vorderwandplazenta ist eine häufig vorkommende und in den meisten Fällen völlig normale Variante, die in der Regel keine gesundheitlichen Risiken für Mutter oder Kind mit sich bringt.
Die genaue Position der Plazenta hängt davon ab, wo sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter einnistet. Pflanzt sich die Eizelle an der vorderen Gebärmutterwand ein, entwickelt sich dort auch die Plazenta. Es handelt sich also um eine natürliche Variation des Einnistungsortes, die nicht durch das Verhalten der Schwangeren beeinflusst werden kann.
Folgende Faktoren können das Risiko einer Vorderwandplazenta leicht erhöhen:
Eine Vorderwandplazenta verursacht in der Regel keine Beschwerden. Viele Schwangere bemerken jedoch, dass sie Kindsbewegungen später und schwächer wahrnehmen als bei einer hinterwandständigen Plazenta. Dies liegt daran, dass die Plazenta als eine Art Dämpfungsschicht zwischen der vorderen Bauchdecke der Mutter und dem Kind liegt und die Bewegungen des Kindes abfedert.
Die Lage der Plazenta wird routinemäßig im Rahmen der Ultraschalluntersuchungen (Sonographie) während der Schwangerschaftsvorsorge festgestellt. In den meisten Fällen wird die Plazentaposition beim großen Ultraschall zwischen der 19. und 22. Schwangerschaftswoche bestimmt. Eine weitere Kontrolluntersuchung kann gegen Ende der Schwangerschaft erfolgen, um die genaue Lage der Plazenta und deren Abstand zum inneren Muttermund zu beurteilen.
In den meisten Fällen ist eine Vorderwandplazenta völlig unkompliziert. In seltenen Fällen können jedoch folgende Situationen auftreten:
Eine Vorderwandplazenta erfordert in der Regel keine spezielle Behandlung. Schwangere sollten jedoch auf die Bewegungen ihres Kindes achten und bei Bedenken oder einer merklichen Abnahme der Kindsbewegungen umgehend ärztlichen Rat einholen.
Die Entbindung kann bei einer unkomplizierten Vorderwandplazenta in den meisten Fällen auf natürlichem Wege (vaginal) erfolgen. Liegt jedoch gleichzeitig eine Placenta praevia oder eine andere Komplikation vor, kann ein Kaiserschnitt notwendig sein.
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