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Der Wasserelektrolythaushalt regelt die Balance von Flüssigkeit und gelösten Mineralsalzen im Körper. Er ist essenziell für Zellfunktionen, Blutdruck und Nervenaktivität.
Der Wasserelektrolythaushalt regelt die Balance von Flüssigkeit und gelösten Mineralsalzen im Körper. Er ist essenziell für Zellfunktionen, Blutdruck und Nervenaktivität.
Der Wasserelektrolythaushalt bezeichnet das komplexe Gleichgewicht zwischen Körperwasser und den darin gelösten Elektrolyten – also elektrisch geladenen Mineralteilchen (Ionen) wie Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Chlorid und Phosphat. Dieser Haushalt ist eine der grundlegendsten Voraussetzungen für das Leben, da er die Funktion jeder einzelnen Körperzelle beeinflusst.
Der menschliche Körper besteht zu etwa 55–70 % aus Wasser, verteilt auf verschiedene Kompartimente: das intrazelluläre Kompartiment (innerhalb der Zellen) und das extrazelluläre Kompartiment (Blutplasma, Gewebsflüssigkeit). Die Verteilung von Wasser und Elektrolyten zwischen diesen Bereichen wird durch präzise physiologische Mechanismen gesteuert.
Der Körper verfügt über mehrere Systeme, um den Wasserelektrolythaushalt aufrechtzuerhalten:
Eine Dehydratation entsteht, wenn der Körper mehr Flüssigkeit verliert als er aufnimmt. Ursachen sind z. B. starkes Schwitzen, Durchfall, Erbrechen oder unzureichende Trinkmenge. Symptome umfassen Durst, Schwindel, Konzentrationsschwäche, trockene Schleimhäute und – bei schwerem Verlauf – Kreislaufversagen.
Ein Überschuss an Körperwasser kann bei Nierenerkrankungen, Herzinsuffizienz oder übermäßiger Flüssigkeitszufuhr auftreten. Er äußert sich u. a. in Ödemen (Wassereinlagerungen im Gewebe), erhöhtem Blutdruck und Atemnot.
Häufige Elektrolytstörungen sind:
Störungen des Wasserelektrolythaushalts werden in erster Linie durch Blutuntersuchungen (Serumelektrolyte, Osmolarität, Nierenwerte) und Urinanalysen (Urinosmolarität, Elektrolytausscheidung) diagnostiziert. Körperliche Untersuchung und die Krankengeschichte des Patienten sind ebenfalls wichtige Bestandteile der Diagnosestellung.
Die Therapie richtet sich nach der zugrunde liegenden Störung:
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr – die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt etwa 1,5 bis 2 Liter Wasser täglich für Erwachsene – sowie eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Mineralien sind die wichtigsten Maßnahmen, um den Wasserelektrolythaushalt im Gleichgewicht zu halten. Bei sportlicher Betätigung, Hitze oder Erkrankungen mit Flüssigkeitsverlusten ist der Bedarf entsprechend erhöht.
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