Whiteheads: Ursachen, Symptome & Behandlung
Whiteheads sind kleine, weißliche Hautunreinheiten, die entstehen, wenn Poren durch Talg und abgestorbene Hautzellen verstopft werden. Sie gehören zu den häufigsten Formen von Akne.
Wissenswertes über "Whiteheads"
Whiteheads sind kleine, weißliche Hautunreinheiten, die entstehen, wenn Poren durch Talg und abgestorbene Hautzellen verstopft werden. Sie gehören zu den häufigsten Formen von Akne.
Was sind Whiteheads?
Whiteheads, medizinisch als geschlossene Komedonen bezeichnet, sind kleine, weißliche oder hautfarbene Knötchen, die auf der Hautoberfläche erscheinen. Sie entstehen, wenn Talg (Hautfett) und abgestorbene Hautzellen einen Haarfollikel verstopfen und die Pore dabei verschlossen bleibt. Im Gegensatz zu Blackheads (offene Komedonen) ist der Pfropf bei Whiteheads nicht der Luft ausgesetzt und oxidiert daher nicht – weshalb er weißlich oder gelblich erscheint statt schwarz.
Whiteheads gehören zu den leichtesten Formen der Akne vulgaris und treten besonders häufig im Gesicht, an der Stirn, der Nase, dem Kinn sowie am Rücken und an den Schultern auf.
Ursachen
Die Entstehung von Whiteheads ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen:
- Erhöhte Talgproduktion: Hormonelle Veränderungen, insbesondere in der Pubertät, während der Menstruation oder in der Schwangerschaft, fördern die Überproduktion von Talg.
- Hyperkeratose: Eine verstärkte Verhornung der Haut führt dazu, dass abgestorbene Hautzellen die Poren verstopfen.
- Hornogene Faktoren: Androgene wie Testosteron regen die Talgdrüsen an.
- Komedogene Kosmetika: Bestimmte Haut- und Haarpflegeprodukte können die Poren verstopfen.
- Ernährung: Eine Ernährung mit hohem glykämischen Index sowie erhöhter Milchkonsum werden mit vermehrter Aknebildung in Verbindung gebracht.
- Stress: Stress kann die Hormonausschüttung beeinflussen und Hautprobleme verstärken.
- Genetik: Eine familiäre Veranlagung erhöht das Risiko für Akne und Komedonen.
Symptome
Whiteheads sind in der Regel durch folgende Merkmale erkennbar:
- Kleine, runde, weißliche oder hautfarbene Erhöhungen auf der Haut
- Keine Rötung oder Entzündung (sofern keine Sekundärinfektion vorliegt)
- Nicht schmerzhaft bei Berührung
- Geschlossene Pore – kein sichtbarer dunkler Pfropf wie bei Blackheads
Werden Whiteheads mechanisch manipuliert oder ausgequetscht, können sie sich entzünden und zu Papeln, Pusteln oder sogar tiefer liegenden Entzündungsherden (Zysten, Knoten) entwickeln.
Diagnose
Die Diagnose von Whiteheads erfolgt in der Regel klinisch, also durch die visuelle Beurteilung der Haut durch einen Dermatologen oder Allgemeinmediziner. Eine weiterführende Diagnostik ist meist nicht erforderlich. Bei schwerwiegenden oder wiederkehrenden Fällen kann eine hormonelle Abklärung sinnvoll sein, um zugrundeliegende Erkrankungen wie das polyzystische Ovarsyndrom (PCOS) auszuschließen.
Behandlung
Die Behandlung von Whiteheads richtet sich nach dem Schweregrad und den individuellen Bedürfnissen der Haut. Folgende Ansätze haben sich bewährt:
Lokale (topische) Behandlung
- Retinoide (z. B. Tretinoin, Adapalen): Fördern die Zellerneuerung und verhindern die Verstopfung der Poren.
- Benzoylperoxid: Wirkt antibakteriell und fördert die Abschuppung der Haut.
- Salicylsäure: Ein Beta-Hydroxy-Säure (BHA), die tief in die Poren eindringt und abgestorbene Hautzellen löst.
- Azelainsäure: Wirkt entzündungshemmend und reguliert die Keratinisierung.
Pflege und Prävention
- Regelmäßiges, schonendes Reinigen der Haut (zweimal täglich)
- Verwendung nicht-komedogener Kosmetika und Sonnenschutzmittel
- Vermeidung von übermäßigem Peeling oder aggressiven Produkten
- Nicht an den Unreinheiten manipulieren oder drücken
Professionelle Behandlungen
- Chemisches Peeling: Mit Säuren wie Glycolsäure oder Salicylsäure zur Tiefenreinigung der Poren.
- Extraktion durch Fachpersonal: Vorsichtige, sterile Entfernung durch einen Dermatologen oder eine Kosmetikerin.
- Mikrodermabrasion: Mechanisches Abschleifen der obersten Hautschicht.
Systemische Therapie
Bei ausgeprägten Fällen kann der Arzt orale Medikamente wie Antibiotika, orale Retinoide (Isotretinoin) oder bei Frauen hormonelle Verhütungsmittel zur Regulierung der Talgproduktion verschreiben.
Quellen
- Nast A. et al. – Leitlinie zur Behandlung der Akne. Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG), 2023.
- Zaenglein AL. et al. – Guidelines of care for the management of acne vulgaris. Journal of the American Academy of Dermatology, 74(5):945-973, 2016.
- Thiboutot D. et al. – New insights into the management of acne. Journal of the American Academy of Dermatology, 2009.
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