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Wirbelgleiten (Spondylolisthesis) bezeichnet das Vorwärtsgleiten eines Wirbels über den darunterliegenden. Es verursacht Rückenschmerzen und neurologische Beschwerden.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Zu bevorzugten Quellen hinzufügenWirbelgleiten (Spondylolisthesis) bezeichnet das Vorwärtsgleiten eines Wirbels über den darunterliegenden. Es verursacht Rückenschmerzen und neurologische Beschwerden.
Wirbelgleiten, medizinisch als Spondylolisthesis bezeichnet, beschreibt das Vorwärtsgleiten eines Wirbelkörpers gegenüber dem darunter liegenden Wirbel. Am häufigsten betrifft diese Erkrankung den unteren Lösungsbereich der Lendenwirbelsäule, insbesondere die Übergänge zwischen dem 4. und 5. Lendenwirbel (L4/L5) sowie zwischen dem 5. Lendenwirbel und dem Kreuzbein (L5/S1). Seltenere Fälle betreffen die Halswirbelsäule.
Der Begriff leitet sich aus dem Griechischen ab: spondylos (Wirbel) und olisthesis (Gleiten). Je nach Ausmaß des Gleitens wird der Schweregrad in vier Grade (I bis IV) nach der Klassifikation von Meyerding eingeteilt.
Es gibt verschiedene Formen des Wirbelgleitens, die jeweils unterschiedliche Ursachen haben:
Die Beschwerden hängen vom Schweregrad des Gleitens und der Lage der betroffenen Wirbel ab. Viele Betroffene mit leichtem Wirbelgleiten bemerken keine Symptome. Mögliche Beschwerden sind:
Die Diagnose wird in der Regel durch eine Kombination aus klinischer Untersuchung und bildgebenden Verfahren gestellt:
Der Schweregrad wird nach der Meyerding-Klassifikation eingeteilt: Grad I (bis 25 % Versatz) bis Grad IV (über 75 % Versatz). Bei vollständigem Abgleiten spricht man von einer Spondyloptose.
Bei Grad I und II sowie bei fehlenden oder milden Symptomen ist eine konservative Behandlung in der Regel ausreichend:
Eine Operation wird in Betracht gezogen, wenn:
Das häufigste Operationsverfahren ist die Spondylodese (Versteifungsoperation): Dabei werden die betroffenen Wirbel mit Schrauben und Stäben stabilisiert und miteinander knöchern verbunden. Zusätzlich kann eine Dekompression (Erweiterung des Wirbelkanals) zur Entlastung eingeklemmter Nerven durchgeführt werden.
Die meisten Betroffenen mit leichtem Wirbelgleiten (Grad I und II) können mit konservativer Therapie gut behandelt werden und führen ein normales Leben. Bei höhergradigen Formen oder persistierenden Beschwerden verbessert eine rechtzeitige operative Behandlung die Lebensqualität deutlich. Regelmäßige Kontrollen und gezielte Rückenübungen sind langfristig empfohlen.
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