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Wogonin ist ein natürlich vorkommendes Flavonoid aus der Wurzel des chinesischen Baikals (Scutellaria baicalensis) mit antioxidativen, entzündungshemmenden und krebshemmenden Eigenschaften.
Wogonin ist ein natürlich vorkommendes Flavonoid aus der Wurzel des chinesischen Baikals (Scutellaria baicalensis) mit antioxidativen, entzündungshemmenden und krebshemmenden Eigenschaften.
Wogonin (chemischer Name: 5,7-Dihydroxy-8-methoxyflavon) ist ein pflanzliches Flavonoid, das vor allem in der Wurzel der chinesischen Heilpflanze Scutellaria baicalensis (Chinesischer Baikal-Helmkraut) vorkommt. Es gehört zur Untergruppe der Flavone und ist ein wichtiger bioaktiver Wirkstoff in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Wogonin wird intensiv auf seine pharmakologischen Eigenschaften hin erforscht, darunter antioxidative, entzündungshemmende, neuroprotektive und antitumorale Wirkungen.
Der bedeutendste natürliche Lieferant von Wogonin ist die Wurzel von Scutellaria baicalensis, auch bekannt als Huang Qin in der TCM. Weitere Quellen umfassen:
In der TCM wird das Extrakt der Baikal-Helmkraut-Wurzel seit Jahrhunderten bei Entzündungen, Infektionen und Fieber eingesetzt.
Wogonin entfaltet seine biologische Wirkung über mehrere molekulare Mechanismen:
Wogonin hemmt die Aktivierung des Transkriptionsfaktors NF-κB (Nuclear Factor kappa B), der eine zentrale Rolle bei der Regulation entzündlicher Prozesse spielt. Dadurch wird die Ausschüttung proentzündlicher Zytokine wie TNF-α, IL-6 und IL-1β reduziert. Zusätzlich hemmt Wogonin die COX-2 (Cyclooxygenase-2) und die iNOS (induzierbare Stickstoffmonoxid-Synthase), beides Enzyme, die an der Entzündungsreaktion beteiligt sind.
Als Flavonoid verfügt Wogonin über freie Hydroxylgruppen, die reaktive Sauerstoffspezies (ROS) neutralisieren können. Es stärkt zudem die körpereigenen antioxidativen Abwehrsysteme, unter anderem durch Aktivierung des Nrf2-Signalwegs, der die Expression antioxidativer Enzyme wie Superoxiddismutase (SOD) und Glutathionperoxidase fördert.
Präklinische Studien zeigen, dass Wogonin in Tumorzellen gezielt den programmierten Zelltod (Apoptose) einleiten kann, während normale Zellen weitgehend verschont bleiben. Es beeinflusst dabei Signalwege wie den PI3K/Akt/mTOR-Weg und reguliert Proteine der Bcl-2-Familie, die über das Überleben von Zellen entscheiden. Darüber hinaus hemmt Wogonin die Angiogenese (Bildung neuer Blutgefäße im Tumor) und kann die Invasion und Migration von Tumorzellen reduzieren.
Wogonin zeigt in experimentellen Modellen neuroprotektive Eigenschaften. Es wirkt als positiver allosterischer Modulator am GABA-A-Rezeptor, was angstlösende (anxiolytische) Effekte ohne das sedierende Potenzial klassischer Benzodiazepine erklären könnte. Zudem schützt es Nervenzellen vor oxidativem Stress und entzündungsbedingten Schäden, was es für die Erforschung neurodegenerativer Erkrankungen interessant macht.
Wogonin befindet sich überwiegend noch in der präklinischen und frühen klinischen Forschungsphase. Folgende Anwendungsgebiete werden intensiv untersucht:
Es gibt derzeit keine offiziell etablierten Dosierungsempfehlungen für Wogonin als isolierte Substanz beim Menschen. In traditionellen Präparaten wird häufig das Gesamtextrakt von Scutellaria baicalensis verwendet, das neben Wogonin auch andere Flavonoide wie Baicalin und Baicalein enthält. Nahrungsergänzungsmittel auf Basis von Scutellaria-Extrakt sind im Handel erhältlich, jedoch variieren Konzentration und Qualität stark.
Wogonin gilt in moderaten Dosierungen auf Basis präklinischer Daten als relativ gut verträglich. Dennoch sind folgende Aspekte zu beachten:
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