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Wundheilungsmarker sind biologische Messgrößen, die den Fortschritt der Wundheilung anzeigen. Sie helfen Ärzten, den Heilungsverlauf zu beurteilen und Komplikationen frühzeitig zu erkennen.
Wundheilungsmarker sind biologische Messgrößen, die den Fortschritt der Wundheilung anzeigen. Sie helfen Ärzten, den Heilungsverlauf zu beurteilen und Komplikationen frühzeitig zu erkennen.
Wundheilungsmarker sind biologische Parameter – darunter Moleküle, Proteine, Zellen und klinische Zeichen – die Auskunft über den aktuellen Stand und den Fortschritt der Wundheilung geben. Sie werden in der modernen Wundversorgung eingesetzt, um den Heilungsverlauf objektiv zu überwachen, Komplikationen wie Infektionen oder chronische Wunden frühzeitig zu erkennen und die Therapie gezielt anzupassen.
Die Wundheilung verläuft in vier aufeinanderfolgenden, sich teilweise überlappenden Phasen, in denen spezifische Marker aktiv sind:
Entzündungsmarker zeigen an, ob eine Wunde infiziert ist oder ob die Entzündungsreaktion übermäßig andauert. Zu den wichtigsten gehören:
Wachstumsfaktoren steuern die Zellproliferation und Gewebeneubildung. Sie gelten als zentrale Marker und Mediatoren der Wundheilung:
Matrix-Metalloproteasen sind Enzyme, die die extrazelluläre Matrix abbauen und umbauen. In chronischen Wunden sind MMPs häufig dauerhaft erhöht, was den Heilungsprozess hemmt. Das Gleichgewicht zwischen MMPs und ihren Inhibitoren (TIMPs) ist ein wichtiger diagnostischer Hinweis auf den Wundzustand.
Kollagen ist das wichtigste Strukturprotein der Haut und des Bindegewebes. Der Wechsel von Kollagen Typ III (in frühen Heilungsphasen) zu Kollagen Typ I (in der Remodellierungsphase) ist ein Zeichen für eine fortschreitende Wundheilung.
Neben laborchemischen Parametern spielen auch klinische Beobachtungen eine wichtige Rolle:
Bei chronischen Wunden – wie diabetischen Fußulzera, Dekubitus oder venösen Ulzera – sind die normalen Heilungsphasen gestört. In diesen Wunden finden sich typischerweise chronisch erhöhte Entzündungsmarker, ein Ungleichgewicht der MMPs sowie verminderte Wachstumsfaktorkonzentrationen. Die Bestimmung von Wundheilungsmarkern ermöglicht hier eine gezielte Diagnose und Therapiesteuerung.
Wundheilungsmarker können auf verschiedenen Wegen bestimmt werden:
Die Kenntnis des Wundheilungsmarkerprofils ermöglicht eine individualisierte Therapie. So können gezielt Wachstumsfaktoren appliziert, Entzündungsreaktionen moduliert oder MMP-hemmende Wundauflagen eingesetzt werden. Moderne Wundauflagen enthalten teilweise integrierte Biosensoren zur kontinuierlichen Überwachung von Wundheilungsmarkern.
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