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Das Xenobiotikametabolismusprofil beschreibt, wie der Körper körperfremde Stoffe wie Medikamente oder Umweltgifte abbaut. Es hilft, individuelle Unterschiede im Stoffwechsel zu erkennen.
Das Xenobiotikametabolismusprofil beschreibt, wie der Körper körperfremde Stoffe wie Medikamente oder Umweltgifte abbaut. Es hilft, individuelle Unterschiede im Stoffwechsel zu erkennen.
Das Xenobiotikametabolismusprofil ist eine diagnostische und analytische Bewertung der Fähigkeit des menschlichen Körpers, sogenannte Xenobiotika zu verarbeiten. Xenobiotika sind körperfremde chemische Substanzen, die nicht natürlicher Bestandteil des menschlichen Stoffwechsels sind. Dazu gehören Medikamente, Umweltgifte, Pestizide, Lebensmittelzusatzstoffe und industrielle Chemikalien. Das Profil gibt Aufschluss darüber, wie effizient und auf welchem Weg der Organismus diese Fremdstoffe erkennt, umwandelt und ausscheidet.
Der Metabolismus von Xenobiotika findet hauptsächlich in der Leber statt, aber auch in Darm, Nieren, Lunge und Haut. Er läuft in zwei Hauptphasen ab:
In der Phase I werden Xenobiotika durch Oxidation, Reduktion oder Hydrolyse chemisch verändert. Das wichtigste Enzymsystem hierbei ist das Cytochrom-P450-System (CYP-Enzyme). Diese Enzyme machen die Fremdstoffe reaktiver und wasserlöslicher, damit sie leichter ausgeschieden werden können. Je nach genetischer Ausstattung eines Menschen können diese Enzyme unterschiedlich aktiv sein.
In der Phase II werden die in Phase I entstandenen Zwischenprodukte durch Konjugationsreaktionen weiter umgewandelt. Dabei werden körpereigene Moleküle wie Glucuronsäure, Sulfat oder Glutathion an die Substanz gebunden, was die Wasserlöslichkeit erhöht und die Ausscheidung über Niere oder Galle ermöglicht. Wichtige Enzyme sind hier UDP-Glucuronosyltransferasen (UGTs) und Glutathion-S-Transferasen (GSTs).
In der Phase III werden die konjugierten Substanzen durch spezielle Transportproteine (z. B. P-Glykoprotein, MRP-Transporter) aus den Zellen exportiert und zur Ausscheidung transportiert. Diese Phase ist ebenfalls genetisch variabel.
Das Profil wird in verschiedenen medizinischen und wissenschaftlichen Bereichen genutzt:
Die Erstellung eines Xenobiotikametabolismusprofils kann auf verschiedenen Wegen erfolgen:
Menschen unterscheiden sich erheblich in ihrer Fähigkeit, Xenobiotika abzubauen. Auf Basis ihrer genetischen Ausstattung werden Patienten häufig in folgende Kategorien eingeteilt:
Das Xenobiotikametabolismusprofil wird nicht nur durch genetische Faktoren bestimmt. Auch folgende Einflüsse spielen eine wichtige Rolle:
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