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Der Xenobiotikatoleranztest prüft, wie gut der Körper Fremdstoffe wie Medikamente oder Umweltgifte abbaut. Er liefert wichtige Hinweise auf die Leistungsfähigkeit der Entgiftungsorgane.
Der Xenobiotikatoleranztest prüft, wie gut der Körper Fremdstoffe wie Medikamente oder Umweltgifte abbaut. Er liefert wichtige Hinweise auf die Leistungsfähigkeit der Entgiftungsorgane.
Der Xenobiotikatoleranztest ist ein diagnostisches Verfahren, das bewertet, wie effizient der menschliche Organismus sogenannte Xenobiotika verarbeitet und ausscheidet. Unter Xenobiotika versteht man alle körperfremden chemischen Substanzen, die nicht natürlicher Bestandteil des Stoffwechsels sind. Dazu gehören Medikamente, Umweltschadstoffe, Pestizide, Lebensmittelzusatzstoffe und andere synthetische Verbindungen. Das Testergebnis gibt Rückschlüsse auf die Funktionsfähigkeit der hepatischen Entgiftung (Leberentgiftung) sowie weiterer am Fremdstoffmetabolismus beteiligter Organe.
Der Abbau von Xenobiotika erfolgt hauptsächlich in der Leber und läuft in zwei Phasen ab:
Ist eine dieser Phasen gestört, können sich Xenobiotika oder ihre toxischen Zwischenprodukte im Körper anreichern und Schäden verursachen.
Es existieren verschiedene Varianten des Xenobiotikatoleranztest. Eine verbreitete Methode ist der Koffein-Atemtest oder die Messung der Abbaugeschwindigkeit einer definierten Testsubstanz im Blut oder Urin. Dabei wird dem Patienten eine genau dosierte Menge einer gut untersuchten Testsubstanz verabreicht, deren Abbauweg bekannt ist. Anschließend werden in festgelegten Zeitabständen Proben (Blut, Urin oder Atemluft) entnommen, um die Konzentration der Substanz und ihrer Metabolite zu bestimmen.
Der Xenobiotikatoleranztest wird in verschiedenen klinischen und präventivmedizinischen Kontexten eingesetzt:
Eine verzögerte Metabolisierung der Testsubstanz deutet auf eine eingeschränkte Entgiftungskapazität hin. Ursachen können genetische Polymorphismen der CYP-Enzyme, Lebererkrankungen (z. B. Leberzirrhose, Hepatitis), Nährstoffmängel (z. B. Mangel an Magnesium, Zink oder B-Vitaminen) oder eine Überlastung durch toxische Substanzen sein. Ein normales Testergebnis spricht für eine ausreichende Entgiftungsleistung.
In der konventionellen Medizin wird der Xenobiotikatoleranztest vor allem in spezialisierten Bereichen wie der Umweltmedizin, der klinischen Pharmakologie und der Hepatologie eingesetzt. Im Bereich der Komplementar- und Alternativmedizin wird er häufiger als allgemeines Diagnostikum genutzt. Dabei ist zu beachten, dass die klinische Validierung der verschiedenen Testmethoden unterschiedlich stark belegt ist und die Aussagekraft immer im Gesamtkontext der Patientengeschichte bewertet werden sollte.
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