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Xerodermie – Ursachen, Symptome und Behandlung

Xerodermie bezeichnet eine krankhafte Hauttrockenheit, bei der die Haut zu wenig Feuchtigkeit und Fett produziert. Sie kann jedes Alter betreffen und ist oft behandelbar.

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Wissenswertes über "Xerodermie"

Xerodermie bezeichnet eine krankhafte Hauttrockenheit, bei der die Haut zu wenig Feuchtigkeit und Fett produziert. Sie kann jedes Alter betreffen und ist oft behandelbar.

Was ist Xerodermie?

Xerodermie (auch Xeroderma genannt) bezeichnet eine ausgeprägte, pathologische Trockenheit der Haut. Der Begriff leitet sich aus dem Griechischen ab: xeros bedeutet trocken, derma bedeutet Haut. Bei Xerodermie ist die natürliche Schutzbarriere der Haut gestört, sodass die Haut zu wenig Feuchtigkeit speichert und Fett produziert. Die Erkrankung kann als eigenständiges Hautleiden auftreten oder Begleiterscheinung einer anderen Grunderkrankung sein.

Ursachen

Die Ursachen der Xerodermie sind vielfältig. Sie lassen sich in primäre (hautbedingte) und sekundäre (durch andere Erkrankungen oder Faktoren ausgelöste) Ursachen unterteilen:

  • Genetische Veranlagung: Eine familiäre Neigung zu trockener Haut ist häufig.
  • Alter: Mit zunehmendem Alter nimmt die Talgdrüsenaktivität ab, was zu Hauttrockenheit führt.
  • Umweltfaktoren: Trockene Luft, Kälte, häufiges Waschen oder der Kontakt mit aggressiven Reinigungsmitteln schädigen die Hautbarriere.
  • Erkrankungen: Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), Diabetes mellitus, Nierenerkrankungen, Neurodermitis (atopische Dermatitis) und Ichthyose können Xerodermie verursachen oder begünstigen.
  • Mangelernährung: Ein Mangel an Vitaminen (z. B. Vitamin A, E) oder essenziellen Fettsäuren kann die Haut austrocknen.
  • Medikamente: Bestimmte Arzneimittel wie Diuretika, Retinoide oder Cholesterinsenker können Hauttrockenheit als Nebenwirkung haben.

Symptome

Die Symptome der Xerodermie können je nach Schweregrad unterschiedlich ausgeprägt sein:

  • Raue, schuppige Haut
  • Spannungsgefühl der Haut, besonders nach dem Waschen
  • Juckreiz (Pruritus)
  • Rötungen und Reizungen
  • Kleine Risse oder Einrisse in der Haut (Rhagaden), insbesondere an Händen und Fersen
  • Graue oder stumpfe Hautfarbe
  • Im fortgeschrittenen Stadium: Schmerzen und Entzündungen der Haut

Diagnose

Die Diagnose der Xerodermie erfolgt in der Regel durch eine klinische Untersuchung durch einen Hautarzt (Dermatologen). Dabei werden folgende Schritte durchgeführt:

  • Sichtprüfung und Abtasten der Haut (Inspektion und Palpation)
  • Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) zu Gewohnheiten, Beruf und Vorerkrankungen
  • Bei Verdacht auf eine Grunderkrankung: Blutuntersuchungen (z. B. Schilddrüsenwerte, Blutzucker, Nierenwerte)
  • Ggf. Hautbiopsie bei unklarem Befund

Behandlung

Die Behandlung der Xerodermie richtet sich nach der Ursache und dem Schweregrad der Erkrankung:

Pflegemaßnahmen

  • Regelmäßige Anwendung von rückfettenden und feuchtigkeitsspendenden Cremes, Lotionen oder Salben (z. B. mit Urea, Glycerin, Hyaluronsäure oder Sheabutter)
  • Milde, pH-hautneutrale Reinigungsprodukte verwenden
  • Lauwarm statt heiß duschen oder baden
  • Ausreichend Wasser trinken (ca. 1,5 bis 2 Liter pro Tag)

Medikamentöse Therapie

  • Bei entzündlicher trockener Haut: kurzfristige Anwendung von Kortikosteroiden (kortisonhaltige Cremes)
  • Bei Juckreiz: antihistaminische Mittel
  • Behandlung der Grunderkrankung (z. B. Schilddrüsenhormone bei Hypothyreose)

Ernährung und Lebensstil

  • Ausgewogene Ernährung mit ausreichend Vitaminen (A, C, E) und gesunden Fetten (Omega-3-Fettsäuren)
  • Verzicht auf übermäßigen Alkohol- und Nikotinkonsum
  • Verwendung eines Luftbefeuchters in trockenen Innenräumen

Quellen

  1. Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG): Leitlinien zur Hautpflege und Behandlung trockener Haut. www.awmf.org
  2. Braun-Falco's Dermatologie, Venerologie und Allergologie. Springer Verlag, 7. Auflage (2018).
  3. World Health Organization (WHO): Skin conditions factsheet. www.who.int

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