Yamswurzelphytosterol – Wirkung und Anwendung
Yamswurzelphytosterol sind pflanzliche Sterole aus der Yamswurzel, die den Cholesterinspiegel senken und hormonelle Prozesse im Koerper unterstuetzen koennen.
Wissenswertes über "Yamswurzelphytosterol"
Yamswurzelphytosterol sind pflanzliche Sterole aus der Yamswurzel, die den Cholesterinspiegel senken und hormonelle Prozesse im Koerper unterstuetzen koennen.
Was sind Yamswurzelphytosterole?
Yamswurzelphytosterole sind pflanzliche Sterolverbindungen, die aus der Yamswurzel (Dioscorea-Arten) gewonnen werden. Phytosterole sind strukturell dem menschlichen Cholesterin aehnlich und kommen natuerlich in einer Vielzahl von Pflanzen vor. In der Yamswurzel finden sich neben Phytosterolen auch andere bioaktive Verbindungen wie Diosgenin, ein steroiales Saponin, das als Ausgangsstoff fuer die Synthese von Steroidhormonen genutzt wird.
Bioaktive Verbindungen und Wirkmechanismus
Die wichtigsten bioaktiven Inhaltsstoffe der Yamswurzel im Zusammenhang mit Phytosterolen umfassen:
- Diosgenin: Ein pflanzliches Steroidsaponin, das strukturell dem menschlichen DHEA (Dehydroepiandrosteron) aehnelt und als Vorlaeufersubstanz fuer die Synthese von Progesteron und anderen Steroidhormonen gilt.
- Beta-Sitosterol: Das am haeufigsten vorkommende Phytosterol in der Yamswurzel, bekannt fuer seine cholesterinsenkenden Eigenschaften.
- Campesterol und Stigmasterol: Weitere Phytosterole, die zur Gesamtwirkung beitragen.
Der Wirkmechanismus von Phytosterolen beruht auf ihrer strukturellen Aehnlichkeit mit Cholesterin: Im Darm konkurrieren Phytosterole mit Cholesterin um die Aufnahme in die Darmzellen. Dadurch wird die Resorption von Nahrungscholesterin reduziert, was zu einem niedrigeren LDL-Cholesterinspiegel im Blut fuehren kann.
Medizinische Anwendung und Gesundheitsnutzen
Cholesterinmanagement
Phytosterole aus der Yamswurzel und anderen pflanzlichen Quellen sind wissenschaftlich gut untersucht fuer ihre Faehigkeit, den LDL-Cholesterinspiegel zu senken. Die Europaeische Behoerde fuer Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat bestaetigte Gesundheitsaussagen fuer Phytosterole im Zusammenhang mit der Senkung des Blutcholesterins anerkannt. Eine taeglich aufgenommene Menge von 1,5 bis 3 g Phytosterolen kann den LDL-Cholesterinspiegel um 7 bis 12 % senken.
Hormonelle Unterstuetzung
Diosgenin aus der Yamswurzel wird in der traditionellen Medizin und in Nahrungsergaenzungsmitteln haeufig als natuerliche Alternative zur hormonellen Unterstuetzung vermarktet, insbesondere bei Beschwerden in den Wechseljahren. Allerdings ist wissenschaftlich nicht belegt, dass Diosgenin im menschlichen Koerper direkt in Progesteron oder andere Hormone umgewandelt wird, da dem menschlichen Organismus die notwendigen Enzyme fuer diese Umwandlung fehlen.
Antioxidative und entzuendungshemmende Eigenschaften
Einige Studien weisen darauf hin, dass Phytosterole und Diosgenin aus der Yamswurzel antioxidative und entzuendungshemmende Wirkungen besitzen koennen, die zur allgemeinen Gesunderhaltung beitragen. Die Beweislage ist jedoch noch nicht ausreichend, um konkrete klinische Empfehlungen abzuleiten.
Empfohlene Dosierung
Fuer Phytosterole allgemein empfehlen ernaehrungswissenschaftliche Fachgesellschaften eine taeglich aufgenommene Menge von 1,5 bis 3 g, um einen messbaren Effekt auf den Cholesterinspiegel zu erzielen. Fuer yamswurzelspezifische Extrakte variieren die Dosierungsangaben je nach Produkt und Konzentration erheblich. Es ist ratsam, die Angaben auf dem jeweiligen Produkt zu beachten und aerztlichen Rat einzuholen.
Sicherheit und Wechselwirkungen
Yamswurzelphytosterole gelten bei oraler Einnahme in ueblichen Mengen als sicher. Folgende Aspekte sind jedoch zu beachten:
- Hohe Dosen an Phytosterolen koennen die Aufnahme fettloeslicher Vitamine (insbesondere Beta-Carotin und Vitamin E) beeintraechtigem.
- Personen, die cholesterinsenkende Medikamente (z. B. Statine) einnehmen, sollten die zusaetzliche Einnahme von Phytosterolen mit einem Arzt besprechen.
- Schwangere und stillende Frauen sollten Nahrungsergaenzungsmittel mit Yamswurzelextrakten oder Phytosterolen nur nach aerztlicher Ruecksprache verwenden.
- Personen mit Phytosterolaemie (einer seltenen genetischen Erkrankung) sollten Phytosterole meiden.
Quellen
- European Food Safety Authority (EFSA): Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to plant sterols and plant stanols and maintenance of normal blood cholesterol concentrations. EFSA Journal, 2010.
- Rao AV, Rao LG: Phytosterols and human health. In: Caballero B et al. (Hrsg.): Encyclopedia of Food Sciences and Nutrition, 2003.
- Ulbricht C et al.: An evidence-based systematic review of yam (Dioscorea spp.) by the Natural Standard Research Collaboration. Journal of Dietary Supplements, 2013.
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