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Die Zeaxanthinbioverfügbarkeit beschreibt, wie gut der Körper Zeaxanthin aus der Nahrung aufnehmen und verwerten kann. Sie ist entscheidend für den Schutz der Augen.
Die Zeaxanthinbioverfügbarkeit beschreibt, wie gut der Körper Zeaxanthin aus der Nahrung aufnehmen und verwerten kann. Sie ist entscheidend für den Schutz der Augen.
Zeaxanthin ist ein natürlich vorkommendes Carotinoid, das vor allem in der Makula des Auges konzentriert ist und eine wichtige Schutzfunktion vor oxidativem Stress und schädlichem Blaulicht übernimmt. Die Bioverfügbarkeit beschreibt dabei den Anteil des aufgenommenen Zeaxanthins, der tatsächlich in den Blutkreislauf gelangt und für den Körper nutzbar ist. Je höher die Bioverfügbarkeit, desto effektiver kann Zeaxanthin seine gesundheitsfördernden Wirkungen entfalten.
Die Aufnahme von Zeaxanthin im Darm hängt von einer Reihe von Faktoren ab, die gezielt optimiert werden können:
Zeaxanthin ist ein fettlösliches Carotinoid. Seine Aufnahme über den Darm (intestinale Absorption) ist daher stark von der gleichzeitigen Aufnahme von Nahrungsfett abhängig. Studien zeigen, dass die Bioverfügbarkeit mit dem Verzehr von mindestens 3–5 g Fett pro Mahlzeit deutlich gesteigert wird. Die gemeinsame Einnahme mit gesunden Fettquellen wie Olivenöl, Avocado oder Nüssen ist daher empfehlenswert.
Die Lebensmittelmatrix – also die Struktur des Lebensmittels selbst – beeinflusst maßgeblich, wie viel Zeaxanthin freigesetzt wird. Mechanische Verarbeitung (z. B. pürieren oder mixen) und thermische Behandlung (z. B. kochen, dünsten) können Zellstrukturen aufbrechen und dadurch die Freisetzung und Absorption von Zeaxanthin erhöhen. Rohes Gemüse wie Mais oder Paprika gibt weniger Zeaxanthin frei als verarbeitete oder erhitzte Formen.
Zeaxanthin kommt in verschiedenen chemischen Formen vor: als freies Zeaxanthin und als veresterte Form (Zeaxanthindiester). Freies Zeaxanthin aus Supplementen wird in der Regel schneller und direkt absorbiert, während veresterte Formen zunächst im Darm hydrolysiert werden müssen. Dennoch zeigen Studien, dass beide Formen eine gute Bioverfügbarkeit aufweisen können, wenn sie in geeigneter Formulierung angeboten werden.
Zeaxanthin konkurriert im Darm mit anderen Carotinoiden – insbesondere mit Beta-Carotin und Lutein – um dieselben Transportproteine (z. B. Scavenger-Rezeptor Klasse B Typ 1, SR-BI). Eine sehr hohe Zufuhr eines einzelnen Carotinoids kann die Aufnahme anderer hemmen. Eine ausgewogene Zufuhr verschiedener Carotinoide ist daher vorteilhafter als die isolierte Hochdosierung eines einzelnen Stoffes.
Alter, genetische Varianten (z. B. Polymorphismen in Transportergenen), Darmgesundheit, Körperfettanteil und Stoffwechsellage beeinflussen die individuelle Bioverfügbarkeit von Zeaxanthin erheblich. Personen mit Malabsorptionssyndromen (z. B. Morbus Crohn, Zöliakie) können Zeaxanthin schlechter aufnehmen.
Besonders reichhaltige Quellen für Zeaxanthin sind:
Insbesondere Eigelb gilt trotz des geringeren absoluten Gehalts als eine der bioverfügbarsten Quellen, da das enthaltene Fett die Absorption direkt begünstigt.
In Nahrungsergänzungsmitteln wird Zeaxanthin häufig in Kombination mit Lutein angeboten, oft in einem Verhältnis von 5:1 (Lutein:Zeaxanthin), was dem natürlichen Verhältnis in der Makula entspricht. Softgel-Kapseln auf Ölbasis weisen in der Regel eine höhere Bioverfügbarkeit auf als Hartgelatinekapseln oder Tabletten, da das enthaltene Trägeröl die intestinale Mizellenbildung und damit die Aufnahme fördert. Die Einnahme zusammen mit einer fetthaltigen Mahlzeit wird generell empfohlen.
Die Bioverfügbarkeit von Zeaxanthin ist besonders relevant im Kontext der altersbedingten Makuladegeneration (AMD), einer der häufigsten Ursachen für Sehverlust im Alter. Studien wie die AREDS2-Studie (Age-Related Eye Disease Study 2) haben gezeigt, dass eine ausreichende Zufuhr von Zeaxanthin und Lutein das Risiko einer Progression der AMD senken kann. Eine optimierte Bioverfügbarkeit ist dabei Voraussetzung dafür, dass das Makulapigment ausreichend aufgebaut und erhalten wird.
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