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Zeaxanthinresorption beschreibt die Aufnahme des Carotinoiden Zeaxanthin im Darm. Sie ist entscheidend fuer die Versorgung der Augen und den Schutz der Makula.
Zeaxanthinresorption beschreibt die Aufnahme des Carotinoiden Zeaxanthin im Darm. Sie ist entscheidend fuer die Versorgung der Augen und den Schutz der Makula.
Zeaxanthinresorption bezeichnet den Prozess, durch den das Carotinoid Zeaxanthin aus der Nahrung im menschlichen Verdauungstrakt aufgenommen und in den Blutkreislauf transportiert wird. Zeaxanthin ist ein gelblich-oranges Pigment, das natuerlich in verschiedenen Lebensmitteln vorkommt und als wichtiger Bestandteil des Makulapigments im Auge gilt. Eine ausreichende Resorption dieses Carotinoids ist essenziell fuer die Augenfunktion und den Schutz vor oxidativem Stress.
Zeaxanthin gehoert zur Gruppe der Xanthophylle, einer Unterklasse der Carotinoide, und ist strukturell eng mit Lutein verwandt. Im Gegensatz zu Beta-Carotin kann Zeaxanthin vom menschlichen Koerper nicht zu Vitamin A umgewandelt werden. Es wirkt jedoch als leistungsstarkes Antioxidans und schuetzt Zellen vor schaedlichem Licht und freien Radikalen.
Damit Zeaxanthin resorbiert werden kann, muss es zunaechst aus der Lebensmittelmatrix freigesetzt werden. Dieser Schritt erfolgt durch mechanische Zerkleinerung (Kauen) sowie durch enzymatische Verdauungsprozesse im Magen und Duenndarm. Erhitzen oder Verarbeiten von zeaxanthinreichen Lebensmitteln kann die Bioverguegbarkeit erhoehen, da die Zellstrukturen aufgebrochen werden und das Carotinoid leichter freigesetzt wird.
Nach der Freisetzung wird Zeaxanthin zusammen mit Gallensaeuren und Lipiden in sogenannte Mizellen eingebaut. Diese kleinen, wasserloeslichen Fetttropfchen sind notwendig, um das fettloesliche Zeaxanthin durch die waessrige Umgebung des Duenndarms zu transportieren. Die intestinalen Enterozyten (Darmzellen) nehmen die Mizellen ueber spezifische Transportproteine auf, insbesondere ueber den Scavenger-Rezeptor Klasse B Typ 1 (SR-B1) sowie ueber NPC1L1 (Niemann-Pick C1-Like 1).
Nach der Aufnahme in die Darmzellen wird Zeaxanthin in Chylomikronen verpackt und ueber das Lymphsystem in den Blutkreislauf abgegeben. Im Blut wird es anschliessend an Lipoproteine (vor allem HDL und LDL) gebunden und zu den Zielgeweben transportiert, insbesondere zur Retina des Auges.
Besonders reichhaltige Quellen fuer Zeaxanthin sind:
Zeaxanthin reichert sich bevorzugt im zentralen Bereich der Makula (Fovea) an und bildet zusammen mit Lutein das sogenannte Makulapigment. Dieses Pigment absorbiert blaues Licht und schuetzt die lichtempfindlichen Photorezeptoren vor oxidativen Schaeden. Eine ausreichende Zeaxanthinresorption ist daher mit einem reduzierten Risiko fuer die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) und den Grauen Star (Katarakt) assoziiert.
Bei unzureichender Zufuhr ueber die Nahrung oder erhoehtem Bedarf (z. B. bei AMD-Risikopatienten) koennen Zeaxanthin-Supplemente eingesetzt werden. Die klinische Studie AREDS2 (Age-Related Eye Disease Study 2) untersuchte den Einsatz von Lutein und Zeaxanthin als Ergaenzung zur Verlangsamung der AMD-Progression. Supplemente auf Basis von Zeaxanthinisomeren (z. B. aus Paprika oder Marigold-Extrakt) werden eingesetzt, um die Makulapigmentdichte zu erhoehen. Die Bioverfuegbarkeit von Supplementen haengt ebenfalls von der gleichzeitigen Fettaufnahme ab.
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