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Zecke: Biss, Krankheiten & Schutz

Zecken sind blutsaugende Spinnentiere, die als Überträger von Krankheiten wie FSME und Borreliose bekannt sind. Ein rasches Entfernen nach dem Biss ist entscheidend.

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Wissenswertes über "Zecke"

Zecken sind blutsaugende Spinnentiere, die als Überträger von Krankheiten wie FSME und Borreliose bekannt sind. Ein rasches Entfernen nach dem Biss ist entscheidend.

Was ist eine Zecke?

Zecken sind kleine, blutsaugende Spinnentiere (Ordnung: Ixodida), die zur Klasse der Spinnentiere (Arachnida) gehören. Sie sind weltweit verbreitet und kommen besonders in Wäldern, hohem Gras und Gebüschzonen vor. In Deutschland und Mitteleuropa ist der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) die häufigste Zeckenart. Zecken ernähren sich vom Blut von Wirbeltieren – darunter Menschen, Hunde, Katzen und Wildtiere.

Lebenszyklus der Zecke

Zecken durchlaufen vier Entwicklungsstadien: Ei, Larve, Nymphe und adultes Tier. In jedem Stadium nach dem Ei benötigen sie eine Blutmahlzeit, bevor sie sich weiterentwickeln. Dieser Lebenszyklus kann sich über mehrere Jahre erstrecken.

  • Larven suchen bevorzugt kleine Nagetiere als Wirte.
  • Nymphen befallen häufig mittlere Säugetiere und Menschen.
  • Adulte Zecken bevorzugen größere Säugetiere wie Rehe oder Menschen.

Zecken als Krankheitsüberträger

Zecken sind Vektoren – das bedeutet, sie können Krankheitserreger übertragen. In Mitteleuropa sind vor allem zwei Erkrankungen relevant:

Borreliose (Lyme-Borreliose)

Die Lyme-Borreliose wird durch das Bakterium Borrelia burgdorferi ausgelöst. Sie zählt zu den häufigsten durch Zecken übertragenen Erkrankungen in Europa. Typisches Frühzeichen ist eine ringförmige Hautrötung (Erythema migrans) um die Bissstelle. Wird die Erkrankung nicht behandelt, kann sie Gelenke, das Nervensystem und das Herz befallen.

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)

Die FSME wird durch ein Virus ausgelöst, das von bestimmten Zecken übertragen wird. Sie kann zu einer Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute führen. Gegen FSME gibt es eine wirksame Schutzimpfung, die für Personen in Risikogebieten empfohlen wird.

Wie verhalten sich Zecken bei einem Biss?

Zecken suchen nach dem Kontakt mit einem Wirt bevorzugt warme, dünne Hautstellen – etwa Kniekehlen, Achselhöhlen, Haaransatz und den Genitalbereich. Sie schneiden die Haut auf und saugen Blut, wobei sie häufig einen lokalen Betäubungsstoff absondern, damit der Wirt den Biss nicht spürt.

Erste Hilfe bei einem Zeckenbiss

Wird eine Zecke entdeckt, sollte sie so schnell wie möglich entfernt werden. Je kürzer die Zecke am Körper verweilt, desto geringer ist das Übertragungsrisiko für Krankheitserreger.

  • Zecke mit einer feinen Pinzette oder einem Zeckenentfernungswerkzeug direkt an der Hautoberfläche greifen.
  • Die Zecke langsam und gerade herausziehen – nicht drehen oder quetschen.
  • Kein Öl, Klebstoff oder andere Substanzen auf die Zecke auftragen.
  • Die Bissstelle desinfizieren und das Datum des Bisses sowie die Bissstelle notieren.
  • Bei Auftreten von Rötung, Fieber oder anderen Beschwerden in den Wochen nach dem Biss umgehend einen Arzt aufsuchen.

Vorbeugung gegen Zeckenbisse

Folgende Maßnahmen können das Risiko eines Zeckenbisses verringern:

  • Lange Kleidung in Wäldern und hohem Gras tragen.
  • Repellentien (Insektenschutzmittel) auf der Haut und der Kleidung verwenden.
  • Nach dem Aufenthalt im Freien den Körper sorgfältig auf Zecken absuchen.
  • FSME-Impfung in Risikogebieten auffrischen lassen.

Quellen

  1. Robert Koch-Institut (RKI) – Steckbrief: Borreliose und FSME. Verfügbar unter: www.rki.de
  2. World Health Organization (WHO) – Vector-borne diseases. Verfügbar unter: www.who.int
  3. Bundesamt für Gesundheit (BAG) Schweiz – Zeckenbisse und übertragbare Krankheiten. Verfügbar unter: www.bag.admin.ch

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