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Nach einem Zeckenbiss sollte ein Arzt aufgesucht werden, wenn die Zecke nicht vollständig entfernt wurde oder Symptome wie Hautveränderungen, Fieber oder Gelenkschmerzen auftreten.
Nach einem Zeckenbiss sollte ein Arzt aufgesucht werden, wenn die Zecke nicht vollständig entfernt wurde oder Symptome wie Hautveränderungen, Fieber oder Gelenkschmerzen auftreten.
Ein Zeckenbiss ist in vielen Fällen harmlos, kann aber in seltenen Fällen ernsthafte Erkrankungen übertragen. Zecken können Krankheitserreger wie Borrelien (Auslöser der Lyme-Borreliose) oder das FSME-Virus (Frühsommer-Meningoenzephalitis) übertragen. Daher ist es wichtig zu wissen, wann ein Arztbesuch notwendig ist.
Nach einem Zeckenbiss sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, wenn folgende Zeichen auftreten:
Der Arzt wird zunächst die Einstichstelle und den allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten begutachten. Bei Bedarf werden folgende Maßnahmen eingeleitet:
Falls die Zecke noch nicht entfernt wurde oder Teile zurückgeblieben sind, kann der Arzt die Zecke fachgerecht mit einer Pinzette oder einem speziellen Instrument entfernen, ohne den Zeckenkopf zu zerquetschen.
Bei Verdacht auf eine Übertragung von Krankheitserregern kann eine Blutuntersuchung auf Borrelien-Antikörper oder andere Erreger angeordnet werden. Diese Tests sind jedoch in den ersten Wochen nach dem Biss oft noch nicht aussagekräftig, da der Körper erst Antikörper bilden muss.
Bei bestehender Lyme-Borreliose oder starkem Verdacht darauf (z. B. bei typischer Wanderröte) wird häufig eine Antibiotikatherapie eingeleitet, beispielsweise mit Doxycyclin oder Amoxicillin.
Der Arzt kann den Impfstatus des Patienten prüfen und bei Bedarf eine FSME-Schutzimpfung empfehlen oder auffrischen, insbesondere für Personen, die in FSME-Risikogebieten leben oder dort aktiv sind.
Nach einem Zeckenbiss sollte die Zecke so schnell wie möglich mit einer Pinzette oder Zeckenzange möglichst nah an der Haut gefasst und gerade herausgezogen werden. Auf keinen Fall sollte die Zecke mit Öl, Klebstoff oder anderen Mitteln beträufelt werden, da dies die Übertragung von Krankheitserregern begünstigen kann. Die Einstichstelle sollte desinfiziert und in den folgenden Wochen beobachtet werden.
Zecken sind vor allem in Wäldern, Wiesen und Gebüschen anzutreffen, besonders von Frühjahr bis Herbst. In Deutschland gelten bestimmte Regionen, vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, als FSME-Risikogebiete (Angaben des Robert Koch-Instituts). Zum Schutz empfehlen sich:
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