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Ein Zeckenbiss ist der Stich einer Zecke in die Haut. Er kann harmlos sein, aber auch Krankheiten wie Borreliose oder FSME übertragen.
Ein Zeckenbiss ist der Stich einer Zecke in die Haut. Er kann harmlos sein, aber auch Krankheiten wie Borreliose oder FSME übertragen.
Ein Zeckenbiss entsteht, wenn eine Zecke – ein kleines, blutsaugendes Spinnentier – die Haut eines Menschen durchsticht und sich festsaugt. Zecken lauern häufig in Wäldern, hohem Gras und Gebüschen und befallen Menschen beim Durchstreifen dieser Gebiete. Während viele Zeckenbisse folgenlos bleiben, können Zecken gefährliche Krankheitserreger übertragen.
Zecken nehmen Krankheitserreger auf, indem sie Blut von infizierten Tieren (z. B. Mäusen, Rehen) saugen. Beim nächsten Blutsaugen – etwa beim Menschen – können diese Erreger weitergegeben werden. Die wichtigsten durch Zecken übertragenen Erkrankungen in Deutschland und Europa sind:
Unmittelbar nach dem Zeckenbiss kann es zu einer leichten Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle kommen. Diese lokale Reaktion ist oft harmlos und klingt von selbst ab.
Ein typisches Zeichen einer beginnenden Borreliose ist die sogenannte Wanderröte: eine ringförmige, sich ausbreitende Rötung um die Einstichstelle, die meist 3 bis 30 Tage nach dem Biss auftritt. Sie ist schmerzlos, kann aber jucken. Das Auftreten einer Wanderröte erfordert sofortige ärztliche Behandlung.
Je nach übertragener Erkrankung können folgende Symptome auftreten:
Die Diagnose eines Zeckenbisses und möglicher Folgeerkrankungen erfolgt durch:
Ein negativer Bluttest schließt eine Infektion kurz nach dem Biss nicht aus. Bei anhaltenden Beschwerden sollte eine erneute Untersuchung erfolgen.
Nach einem Zeckenbiss sollte die Zecke so schnell wie möglich entfernt werden, um das Übertragungsrisiko zu minimieren:
Wichtig: Zecken niemals mit Öl, Klebstoff oder Nagellack bedecken, da dies die Übertragung von Erregern begünstigen kann.
Bei nachgewiesener oder wahrscheinlicher Borreliose erfolgt die Behandlung mit Antibiotika (z. B. Doxycyclin oder Amoxicillin) über einen Zeitraum von 10 bis 21 Tagen. Eine FSME-Erkrankung kann nicht ursächlich behandelt werden; die Therapie ist symptomatisch.
Gegen FSME steht eine wirksame Schutzimpfung zur Verfügung, die besonders für Personen in Risikogebieten empfohlen wird. Gegen Borreliose gibt es bislang keine zugelassene Impfung für den Menschen in Europa.
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