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Zeckenimpfung Nebenwirkungen: Was Sie wissen sollten

Die Zeckenimpfung (FSME-Impfung) schützt vor Frühsommer-Meningoenzephalitis. Wie jeder Impfstoff kann sie Nebenwirkungen verursachen, die meist mild und vorübergehend sind.

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Wissenswertes über "Zeckenimpfung Nebenwirkungen"

Die Zeckenimpfung (FSME-Impfung) schützt vor Frühsommer-Meningoenzephalitis. Wie jeder Impfstoff kann sie Nebenwirkungen verursachen, die meist mild und vorübergehend sind.

Was ist die Zeckenimpfung?

Die Zeckenimpfung schützt vor der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), einer durch Zecken übertragenen Viruserkrankung, die das Gehirn und die Hirnhaut befallen kann. Der Impfstoff enthält abgetötete FSME-Viren und regt das Immunsystem an, Antikörper zu bilden. In Österreich, Deutschland und anderen Risikogebieten wird die Impfung dringend empfohlen.

Häufige Nebenwirkungen der Zeckenimpfung

Die meisten Nebenwirkungen der FSME-Impfung sind mild und vorübergehend. Sie klingen in der Regel innerhalb von ein bis drei Tagen ab.

Lokale Reaktionen an der Einstichstelle

  • Rötung der Haut an der Injektionsstelle
  • Schwellung und lokale Druckempfindlichkeit
  • Schmerzen oder Wärmegefühl im Bereich der Injektion

Allgemeine Symptome

  • Müdigkeit und allgemeines Unwohlsein
  • Kopfschmerzen
  • Leichtes Fieber oder Fiebergefühl
  • Gliederschmerzen (Muskel- und Gelenkschmerzen)
  • Übelkeit

Nebenwirkungen bei Kindern

Bei Kindern unter 3 Jahren kann die Zeckenimpfung häufiger Fieber auslösen als bei Erwachsenen. Eltern sollten auf Fieber nach der Impfung achten und bei anhaltend hohem Fieber einen Arzt aufsuchen. Grundsätzlich gelten die gleichen lokalen und allgemeinen Reaktionen wie bei Erwachsenen, sind aber in der Regel gut beherrschbar.

Seltene und schwere Nebenwirkungen

Seltene, aber ernstzunehmende Nebenwirkungen können auftreten, darunter:

  • Allergische Reaktionen: In sehr seltenen Fällen (weniger als 1 von 10.000 Geimpften) kann es zu einer schweren allergischen Reaktion (Anaphylaxie) kommen. Deshalb sollte nach der Impfung eine Nachbeobachtungszeit von 15–30 Minuten in der Arztpraxis eingehalten werden.
  • Neurologische Beschwerden: Äußerst selten wurden Kribbeln, taubheitsgefühl oder vorübergehende Nervenreizungen berichtet.
  • Lymphknotenschwellungen in der Nähe der Impfstelle

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

In folgenden Situationen sollte umgehend medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden:

  • Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion wie Atemnot, Herzrasen, Schwindel oder starkes Anschwellen im Gesicht
  • Hohes Fieber, das über mehrere Tage anhält oder über 39 °C steigt
  • Starke Schwellung oder Schmerzen an der Einstichstelle, die sich nicht verbessern
  • Ungewohnte neurologische Beschwerden wie starke Kopfschmerzen, Nackensteife oder Bewusstseinsveränderungen

Gegenanzeigen und Vorsichtsmaßnahmen

Die Zeckenimpfung sollte nicht verabreicht werden bei:

  • Bekannter Allergie gegen Bestandteile des Impfstoffs (z. B. Hahn eneiß, Neomycin, Formaldehyd)
  • Akuten schweren Erkrankungen oder hohem Fieber zum Impfzeitpunkt
  • Schwangerschaft: Die Impfung sollte nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen

Impfschema und praktische Hinweise

Die Grundimmunisierung der FSME-Impfung besteht aus drei Dosen: Die zweite Dosis erfolgt 1–3 Monate nach der ersten, die dritte Dosis 5–12 Monate später. Auffrischimpfungen werden alle 3 bis 5 Jahre empfohlen (je nach Alter und verwendetem Impfstoff). Um die Impfreaktion möglichst gering zu halten, empfiehlt es sich, in den Tagen nach der Impfung auf intensiven Sport und Alkohol zu verzichten.

Quellen

  1. Robert Koch-Institut (RKI): Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) zur FSME-Impfung. www.rki.de
  2. World Health Organization (WHO): Vaccines and vaccination against tick-borne encephalitis. WHO Technical Report, 2011.
  3. European Medicines Agency (EMA): Produktinformation zu zugelassenen FSME-Impfstoffen (FSME-IMMUN, Encepur). www.ema.europa.eu

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