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Der Ziliarkörper ist ein ringförmiger Augenabschnitt, der Kammerwasser produziert und die Akkommodation der Linse steuert. Er gehört zur mittleren Augenhaut.
Der Ziliarkörper ist ein ringförmiger Augenabschnitt, der Kammerwasser produziert und die Akkommodation der Linse steuert. Er gehört zur mittleren Augenhaut.
Der Ziliarkörper (lat. Corpus ciliare) ist ein ringförmiger Gewebeabschnitt im Inneren des Auges, der zur mittleren Augenhaut (Uvea) gehört. Er liegt zwischen der Regenbogenhaut (Iris) und der Aderhaut (Choroidea) und umschließt die Augenlinse kreisförmig. Der Ziliarkörper übernimmt zwei lebenswichtige Funktionen im Auge: die Produktion des Kammerwassers sowie die Steuerung der Akkommodation, also der Anpassung der Linsenkrümmung an unterschiedliche Sehabstände.
Der Ziliarkörper setzt sich aus mehreren funktionellen Strukturen zusammen:
Die Akkommodation bezeichnet die Fähigkeit des Auges, sich auf unterschiedliche Entfernungen scharf einzustellen. Wenn der Ziliarmuskel sich zusammenzieht, entspannen sich die Zonulafasern, und die elastische Linse wölbt sich stärker – das Auge fokussiert auf nahe Objekte. Bei Entspannung des Muskels werden die Zonulafasern gespannt, die Linse wird flacher, und das Auge ist auf Fernsicht eingestellt. Mit zunehmendem Alter verliert die Linse ihre Elastizität, was zur Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) führt.
Das Kammerwasser ist eine klare, nährstoffreiche Flüssigkeit, die vom Ziliarepithel produziert und in die hintere Augenkammer abgegeben wird. Es fließt durch die Pupille in die vordere Augenkammer und wird im Kammerwinkel über das Trabekelmaschenwerk und den Schlemm-Kanal abgeleitet. Dieses Gleichgewicht zwischen Produktion und Abfluss bestimmt den intraokularen Druck (IOD). Ein erhöhter Augeninnendruck ist ein zentraler Risikofaktor für das Glaukom (Grüner Star).
Verschiedene Erkrankungen können den Ziliarkörper betreffen:
Der Ziliarkörper kann mit verschiedenen Methoden untersucht werden. Die Spaltlampenuntersuchung ermöglicht eine Beurteilung des vorderen Augenabschnitts. Für eine detailliertere Darstellung des Ziliarkörpers kommen die Ultraschallbiomikroskopie (UBM) und die optische Kohärenztomographie (OCT) zum Einsatz. Diese Verfahren sind besonders wichtig bei der Diagnostik von Entzündungen, Tumoren und strukturellen Veränderungen. Die Messung des Augeninnendrucks (Tonometrie) gibt indirekt Hinweise auf die Funktion des Ziliarkörpers.
Je nach Erkrankung kommen unterschiedliche Behandlungsansätze zum Einsatz:
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