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Der Zinkstoffwechsel beschreibt die Aufnahme, den Transport, die Speicherung und Ausscheidung von Zink im menschlichen Körper. Zink ist ein essenzielles Spurenelement, das zahlreiche Körperfunktionen reguliert.
Der Zinkstoffwechsel beschreibt die Aufnahme, den Transport, die Speicherung und Ausscheidung von Zink im menschlichen Körper. Zink ist ein essenzielles Spurenelement, das zahlreiche Körperfunktionen reguliert.
Der Zinkstoffwechsel umfasst alle biochemischen Prozesse, durch die der Körper das essentielle Spurenelement Zink (Zn) aufnimmt, transportiert, in Geweben speichert und wieder ausscheidet. Zink ist an mehr als 300 enzymatischen Reaktionen beteiligt und spielt eine zentrale Rolle im Immunsystem, bei der Zellteilung, der Wundheilung, der Proteinsynthese sowie beim Wachstum und der Entwicklung des Körpers.
Zink wird hauptsächlich im Dünndarm – insbesondere im Jejunum – aus der Nahrung aufgenommen. Die Resorptionsrate variiert je nach Zinkgehalt der Nahrung und liegt zwischen 15 und 40 Prozent des aufgenommenen Zinks. Die Aufnahme erfolgt über spezifische Transportproteine, vor allem die sogenannten ZnT-Transporter (Zinc Transporter) und ZIP-Transporter (Zrt-/Irt-like Proteins).
Die Resorption wird durch mehrere Faktoren beeinflusst: Tierisches Zink (z. B. aus Fleisch, Meeresfrüchten) wird besser aufgenommen als pflanzliches Zink. Phytate (Phytinsäure), die in Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten vorkommen, hemmen die Zinkaufnahme, indem sie unlösliche Komplexe mit Zink bilden.
Nach der Resorption wird Zink über die Pfortader zur Leber transportiert. Im Blutkreislauf ist Zink zu etwa 98 Prozent an Proteine gebunden:
Die Leber spielt eine zentrale Rolle bei der Verteilung und Regulierung des Zinkspiegels im Körper. Sie produziert auch das Transportprotein Metallothionein, das Zink binden und speichern kann.
Der menschliche Körper enthält insgesamt etwa 2–3 Gramm Zink. Es gibt keinen spezifischen Zinkspeicher wie etwa bei Eisen (Ferritin), weshalb eine regelmäßige Zinkzufuhr über die Nahrung besonders wichtig ist. Zink ist in nahezu allen Körperzellen vorhanden, die höchsten Konzentrationen finden sich in:
Innerhalb der Zellen wird Zink überwiegend im Zytoplasma, im Zellkern und in verschiedenen Organellen gespeichert, häufig gebunden an Metallothionein oder andere zinkreiche Proteine.
Zink übernimmt im Körper strukturelle, katalytische und regulatorische Aufgaben:
Zink wird hauptsächlich über den Stuhl (fäkal) ausgeschieden, da ein Grossteil des nicht resorbierten sowie des in die Galle und den Bauchspeicheldrüsensaft sezernierten Zinks über den Darm den Körper verlässt. Ein kleinerer Anteil wird über Urin, Schweiss, Hautzellen und Sperma ausgeschieden. Der Körper reguliert die Zinkausscheidung adaptiv: Bei niedriger Zinkzufuhr reduziert der Körper die fäkale Ausscheidung, um den Zinkspiegel aufrechtzuerhalten.
Ein Zinkmangel kann durch unzureichende Zinkzufuhr, erhöhten Bedarf (z. B. in Schwangerschaft und Wachstumsphasen), Malabsorption oder chronische Erkrankungen entstehen. Symptome sind u. a. Wachstumsstörungen, Immunschwäche, Wundheilungsstörungen, Haarausfall und Geschmacksverlust. Eine seltene genetische Erkrankung des Zinkstoffwechsels ist die Acrodermatitis enteropathica, bei der die Zinkaufnahme im Darm gestört ist.
Eine übermässige Zinkzufuhr – meist durch hochdosierte Supplemente – kann zu Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfen und einer Beeinträchtigung der Kupferresorption führen, da Zink und Kupfer um dieselben Transportproteine konkurrieren. Chronischer Zinküberschuss kann einen Kupfermangel und damit verbundene neurologische Beschwerden verursachen.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene eine tägliche Zinkzufuhr von 7–10 mg (Frauen: 7 mg, Männer: 10 mg). Gute Zinkquellen sind Fleisch (insbesondere rotes Fleisch), Meeresfrüchte (besonders Austern), Käse, Nüsse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte.
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